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Flensburger Schiffbrücke : Rückenwind für Hotel im Kayser’s Hof

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Planungsausschuss gibt grünes Licht für das Vorhaben der Flensburger Investorengruppe um Hermann Höft an der Schiffbrücke.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 08:15 Uhr

Die Umgestaltung des Altstadt-Quartiers rund um den alten Kayser’s Hof an der Schiffbrücke ist einen großen Schritt näher gekommen. In seiner jüngsten Sitzung erteilte der Planungsausschuss die erforderliche gemeindliche Zustimmung zu einer Baumaßnahme, die im denkmalsgeschützten Bestand Spuren hinterlassen wird. Stadtplanungschef Peter Schroeders warb trotzdem dafür, der Beschlussvorlage der Verwaltung zuzustimmen: „Wir müssen endlich den Startschuss geben.“

Wie berichtet, will eine Flensburger Investorengemeinschaft um den Bauunternehmer Hermann Höft das über Jahre brachliegende Areal mit einem kleinen, feinen Hotel nebst Wohnbebauung im hinteren Bereich wiederbeleben. Hier war einst das Reich des Kay Uwe Jensen, der Flensburgs Küste während der Stadtsanierung der 70er-Jahre gestaltet und mit Leben erfüllt hatte. Doch die Jahre der Amüsiermeile sind vorbei, nach Jensens letztem gescheiterten Versuch, selbst ein Hotel zu installieren und seiner anschließenden Insolvenz drohte das städtebaulich reizvolle Quartier erneut abzugleiten.


Gewaltiger Sanierungsstau in bester Lage


 

Das Sorgenkind in bester Lage hatte einen gewaltigen Sanierungsstau aufgebaut. Naturgemäß war Oberbürgermeister Simon Faber, der eigens eine Planungsgruppe für das Quartier eingerichtet hatte, hoch erfreut, als sich Hermann Höft ins Geschirr nehmen ließ – weniger der profitablen Aussichten wegen, mehr aus alter Verbundenheit zu seiner Stadt.

Die schwierige Planung brauchte zwei Lesungen im Planungsausschuss, nun endlich erteilte das Gremium seinen Segen, und das trotz einiger Bedenken. Denn die Planungsbehörde selbst benannte einige Konflikte: die „nicht unproblematische Baumasse“ und die sie umgebende kleingliedrige Bebauung beispielsweise. Oder der Abbruch im Bebauungsplan als erhaltenswert eingestufter Gebäude (Schiffbrücke 33, 34 und Herrenstall 10). Insgesamt aber, so Schroeders in der Beschlussvorlage für den Ausschuss, spreche mehr für das erforderliche gemeindliche Einvernehmen, weil mit dem Bau eine seit Jahren schmerzlich vermisste Aufwertung des Quartiers erfolge.

Dennoch konnte er die von Kurt Neumann, bürgerschaftliches Mitglied der CDU, vorgetragene Kritik nachvollziehen. Neumann hatte gerade wegen des Konflikts zwischen kleinteiliger Umgebung und dem großen neuen Baukörper bemängelt, dass in den zur Entscheidung vorliegenden Plänen die Fassaden des neuen Gebäudes nicht sichtbar und somit auch nicht nachvollziehbar seien. Gleichwohl verzichtete der Ausschuss auf Nachbesserungen. „So sensible Projekte müssen mehr zeigen“, räumte Schroeders ein. „Das werden wir unseren Partnern künftig auch abverlangen.“ Der Ausschuss erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

 

 

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