Flensburger Politik : Rot-grüne Präsidentenlösung: Erst Krämer, dann Schmidt

Inge  Krämer (SPD)
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Inge Krämer (SPD)

Für die SPD stehe bei dieser Lösung im Vordergrund, dass sich Erfahrung und Erneuerung mit beiden Persönlichkeiten verbinden.

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13. Juni 2018, 12:53 Uhr

Rot-grün geht morgen mit einem gemeinsamen Stadtpräsidenten-Vorschlag in die konstituierende Ratssitzung (16 Uhr, Ratssaal). „Die Grünen werden ihren Vorschlag Clemens Schmidt zurückziehen und Inge Krämer unterstützen, wir wiederum werden ihn bei der Stellvertreterwahl wählen. Und in zweieinhalb Jahren soll getauscht werden“, berichtete gestern Abend SPD-Fraktionschef Helmut Trost. Für die SPD stehe bei dieser Lösung im Vordergrund, dass sich Erfahrung und Erneuerung mit beiden Persönlichkeiten verbinden. „Unser Ziel ist es, dass das Amt nicht beschädigt wird und dass unsere Stadt in der neuen Amtsperiode des Rates von Persönlichkeiten repräsentiert wird, die für das ganze Flensburg stehen – in seiner bunten Vielfalt und generationsübergreifend“, erklärten Trost und Grünen-Fraktionschefin Ellen Kittel-Wegner.

Damit würde erstmals in der Flensburger Geschichte die Partei mit den meisten Wählerstimmen nicht den Stadtpräsidenten stellen – die CDU und ihr Kandidat Hannes Fuhrig. Die Union errang bei der Wahl am 6. Mai acht Ratssitze, ebenso viele wie Grüne, SPD und SSW. Allerdings bekam die CDU mit 5233 die meisten Stimmen, knapp 150 mehr als die Grünen und gut 300 mehr als die SPD. Der Flensburger Student, Politologe und Ratsneuling Clemens Schmidt (28) wäre in zweieinhalb Jahren Flensburgs jüngster Stadtpräsident aller Zeiten.

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