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Musik in Flensburg : Rockmesse: Unheimlich still, unheimlich gut

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sechs Musiker und zwei Pastoren gestalteten Heiligabend einen etwas anderen Gottesdienst in St. Johannis

shz.de von
erstellt am 26.Dez.2016 | 18:13 Uhr

Für ihn war der Opener eine Steilvorlage, sagt Pastor Johannes Ahrens, um auf die Liebe Gottes, die Liebe in der Welt zu sprechen zu kommen: Mit „When love comes to town“ hat die sechsköpfige Band um den Gitarristen Bent Wolff an Heiligabend die 40. Rockmesse eröffnet. Stadtpastor Ahrens und Pastorin Regina Franzen hatten das Ereignis in St. Johannis unter das Leitthema „Ruhe und Stille“ gestellt. Während Franzen das rasante Tempo dieser Zeit thematisierte, ging Ahrens auf die unheimliche Seite von Stille ein, von Stille nach den Anschlägen, „die Ruhe nach dem Knall“. Weihnachten in diesem Jahr sei ein anderes als sonst, sagte der Pastor. Das Publikum der Rockmesse – in der wie eh und je voll besetzten Kirche – habe er als gefasst, als „ein Stück bewusster“ wahrgenommen. Ahrens lobte die „tolle“ Band, deren Stücke bewusst weltlich waren, aber deren Inhalte eine Verbindung zu Weihnachten hatten oder zuließen, beispielsweise „One“ von U2.

Die anfängliche Skepsis der Sängerin Julia Böttcher, Solistin neben dem Sänger Peter Schepstra, ob der Leitsatz des Abends mit einer Rockmesse zusammengehen könnte, war unbegründet. Böttcher schwärmt von ergreifenden Wünschen, unkonventionellen Beiträgen, der Stimmung. Zum Song-Repertoire zählten „ein paar Klassiker zu Ehren der Großen, die in diesem Jahr gestorben sind“, darunter von Prince „Purple Rain“. Und eines ihrer Lieblingslieder: „I’d rather go blind“.

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