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Flensburger Südermarkt II : Ringen um ein neues Erscheinungsbild

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alle Vorstöße zu einer grundlegenden Umgestaltung des zentralen Platzes verliefen bisher im Sande.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 06:28 Uhr

Die Ideengeschichte der Südermarkt-Umgestaltung ist fast so alt wie der Platz selbst. Nach dem Abriss der Kattsund-Bebauung und der Errichtung des Kiosk- und Toilettengebäudes mit Aufenthaltsplattform in den 70er Jahren hat es immer wieder Anläufe einer grundlegenden Neugestaltung gegeben. Einen neuen Versuch könnte es geben, wenn der Südermarkt Teil des Sanierungsgebiets Westliche Altstadt wird, das vom Deutschen Haus bis zur Toosbüystraße/Neue Straße reicht und für das es Fördermittel in erheblichem Umfang gibt. Das könnte noch in diesem Jahr der Fall sein. Derzeit laufen noch die „Vorbereitenden Untersuchungen“.

In der offiziellen Lesart der Stadtverwaltung gibt es am Südermarkt „erhebliche Defizite in der Gestaltung öffentlicher Freiräume“. Es geht um die Kiosk- und WC-Plattform, um das „Hochbeet“ vor dem Gemeindehaus St. Nikolai, um den starken Busverkehr und um die Randbereiche in den vom Markt abgehenden Straßen und Gassen.

Um die Aufenthaltsqualität am Südermarkt zu erhöhen, wird seit einigen Jahren über eine Verlagerung des Busverkehrs nachgedacht – zum Beispiel an den Neumarkt weiter im Süden. Der Südermarkt wäre bis zur Roten Straße und zur Dr.-Todsen-Straße ein durchgehender Platz.

2014 brachte die FDP den Südermarkt wieder einmal in die Diskussion, indem sie eine gastronomische Nutzung für die ungeliebte Plattform vorschlug – nicht zuletzt, um die „Straßenszene“, die die Plattform „zum Trinken und zum dauerhaften Aufenthalt“ nutze, dort wegzubekommen. Die Reaktion der anderen Parteien im Umwelt- und Planungsausschuss ging seinerzeit weit über das Ziel der FDP hinaus. Der Tenor war: Weg mit dem Ding.

Einen konkreten Vorstoß gab es zuletzt 2013, als die Stadtplanerin Claudia Takla-Zehrfeld Ideen zur Verbesserung der Randbereiche vorstellte. Dabei ging es vor allem um die bessere Anbindung der unteren Friesischen Straße, deren Oberfläche bis heute in einem miserablen Zustand ist. Doch auch diese Initiative verlief im Sande, nichts wurde umgesetzt. Nach wie vor verbinden sich Kopfsteinpflaster und Asphalt-Flickwerk zu einem uneinheitlichen Ganzen.

Im jüngsten Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ist der Südermarkt bisher noch nicht mit konkreten Maßnahmen aufgetaucht. In jedem Fall soll der Bürger intensiv beteiligt werden.

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