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Flensburger Tageblatt

25. November 2017 | 08:57 Uhr

Bauen in Flensburg : Richtfest auf engstem Raum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bauprojekt An der Bek in Tarup-Südost: 55 Wohnungen in vier Geschossen in nächster Nähe zu vorhandenen Einfamilienhäusern

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 10:00 Uhr

Vom Laubengang aus kann man die Grashalme in Nachbars Garten zählen. In Tarup Südost rückt das neue Bauprojekt An der Bek, das gestern Richtfest feierte, den schon vorhandenen Einfamilienhäusern mächtig auf die Pelle. 55 Wohnungen zwischen 50 und 120 Quadratmeter Wohnfläche entstehen hier, die vier Geschosse – darunter ein zurückgesetztes Staffelgeschoss – riegeln das kleine Wohngebiet zuverlässig nach Westen, und damit zur Nachmittagssonne hin ab.

So stehe es im Bebauungsplan der Stadt, heißt es am Rande des Richtfestes. Die Käufer der benachbarten Grundstücke hätten gewusst, was da im wahrsten Sinne des Wortes auf sie zukommt, und es habe nicht eine einzige Beschwerde gegeben. Schräg gegenüber ist die Situation ganz ähnlich, direkt gegenüber ist ein weiteres mehrgeschossiges Projekt geplant.

Bauunternehmer Hermann Höft hat sich Martin Aye als Partner für dieses Vorhaben ausgesucht. Der Inhaber des Callcenter-Konzerns Carebyphone ist in Tarup außerdem dabei, auf dem Grundstück des früheren Supermarktes ein Wohnprojekt zu realisieren. Dort hingegen hat es seitens der Nachbarn Proteste gegen Nähe und Höhe des geplanten Baus gegeben.

Von den am Tastruper Weg jetzt gebauten Wohnungen sind 14 öffentlich gefördert; die Miete ist dort auf 5,20 Euro pro Quadratmeter gedeckelt. Die anderen sollen für 8,50 Euro vermietet werden. Die Wohnungen können gekauft und selbst bewohnt, aber auch als Anlage erworben und vermietet werden. Die Preise liegen zwischen 2900 und 3000 Euro pro Quadratmeter. Von 34 Wohnungen, die verkauft werden, seien 20 bis Ende November weg, so Höft, der zusammen mit Partner Aye die anderen Wohnungen behalten will. Die Verwaltung liegt beim Selbsthilfebauverein (SBV).

Das Besondere an dem von Holt und Nicolaisen konzipierten dreiteiligen Baukörper ist die Erschließung über Laubengänge an der Rückseite. Dadurch werde eine viel bessere Belichtung aller Räume möglich, erläuterte Hermann Höft in seiner kurzen Ansprache. Von den Laubengängen habe man zudem einen schönen Blick über die Landschaft, der vom vierten Stock bis nach Angeln reicht. Die drei frei stehenden Baukörper werden durch Treppenhäuser mit Fahrstühlen miteinander verbunden; von dort gelangt man in die Laubengänge. Geplant ist, die Häuser bis Ende Juni einzugsbereit zu machen.

Die drei Hauptgeschosse werden mit gelbem Klinker gestaltet. Das Staffelgeschoss wird in Holzbauweise mit vorgesetzten Verblendelementen aus Steinwolle errichtet.

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