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Schulsporttag der Region : Rhythmisches Trommeln bringt sogar die Jungs zum Tanzen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

900 Schüler aus 24 deutschen und dänischen Schulen tobten sich gestern an der Harrisleer Zentralschule beim Schulsporttag der Region Sønderjylland-Schleswig aus.

Ein Tag der fröhlichen Begegnung: 900 Schüler der sechsten Klassen aus 24 deutschen und dänischen Schulen tobten sich gestern an der Harrisleer Zentralschule beim Schulsporttag der Region Sønderjylland-Schleswig aus. Das Sportfest findet jährlich abwechselnd an verschiedenen Schulen im Landesteil Schleswig und in Apenrade statt.

An der bunten Veranstaltung haben bisher 10 000 Teilnehmer in zwölf Jahren insgesamt teilgenommen. Rainer Albrecht von der Fachgruppe Sport in der Region weist darauf hin, dass dieses Jahr sogar ein ehemaliger Sechstklässler als Lehrer mit einer eigenen sechsten Klasse angetreten war.

Den Schülern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich für die jeweils andere Sprache zu begeistern und Freundschaften über die Grenzen hinweg zu schließen. Ziel ist es auch, den Sechstklässlern die dänische oder deutsche Sprache vor der Wahl der zweiten Fremdsprache in der siebten Klasse etwas näher zu bringen.

Nach dem Start um 10 Uhr animierte Franziska Becker, dänische Lehrerin, alle 900 Schüler als Warm Up zur Aerobic. Danach konnten die Kinder an Stationen wie Trommeln, Staffellauf und Schätzeklauen ihr sportliches und spielerisches Geschick unter Beweis stellen. Auf der bunten Wiese gab es die Möglichkeit, sich in den Pausen an einer Kletterwand oder beim Human Soccer, bereit gestellt vom Landessportverband, auszutoben.

Die Harrisleer Schule war nicht nur Austragungsort, sondern organisierte auch fleißig mit. Unter anderem entwickelte sie das Spiel „Schätzeklauen“, bei dem es darum geht, die eigenen Schätze (Bälle) vor dem Gegner zu verteidigen. Den Schülern werde dabei spielerisch taktisches Denken beigebracht, erklärte der Schulsportbeauftragte des Kreises, Stephan Böhme.

In Teams wurden Kinder aller Schulen gemischt, damit sie spielend lernen konnten, die Sprachbarriere zu überwinden. Begleitet wurden die Gruppen von Schülern der achten und neunten Klassen. Die Großen, zuständig für die Koordination der Gruppen, konnten lernen, Verantwortung zu übernehmen. Vor der Veranstaltung wurden die älteren Schüler zuerst alle zusammen und dann jeder einzeln auf ihre Aufgabe vorbereitet. So wurde der reibungslose Ablauf garantiert, obwohl alle Teilnehmer am Morgen zum ersten Mal aufeinander trafen, lobte Albrecht.

Ein weiteres Highlight war das rhythmische Trommeln auf umgedrehten Eimern, das von Jesper Falch aus Dänemark angeleitet wurde. „Er bringt sogar die Jungs zum Tanzen“, freute sich Stephan Böhme. Obwohl Falch seinen Trommlern nur auf Dänisch Anweisungen gab, verstanden alle Schüler, was sie tun sollten, und machten begeistert mit.

Bei den Spielen geht es nicht ums Gewinnen, sondern es soll „ein Fest von allen für alle“ sein, sagt Rainer Albrecht, der maßgeblich an der Organisation des Sporttages beteiligt war.

Die Vorbereitung leisten deutsche und dänische Sportorganisationen.

Auch wenn es nicht vorrangig um das Gewinnen ging, gingen die jungen Sportler nicht leer aus – am Ende des Tages bekam jeder der 900 Schüler eine Medaille.



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