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Handewitt : Rettungsnetz: Handewitt erhält sieben weitere Defibrillatoren

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die „Lebensretter“ sind allesamt öffentlich zugänglich und wurden an den Außenwänden von Gebäuden befestigt.

Handewitt | In der Gemeinde Handewitt entsteht ein Defibrillatoren-Netz. Bislang existierte nur ein einziges Exemplar am Einkaufszentrum „Wiesharder Markt“ – hinter der Eingangstür eines Bankautomatenraums. In den letzten Wochen sind gleich sieben weitere der sogenannten AED-Geräte, mit denen Laien bei einem plötzlichen Herzstillstand lebensrettende Hilfe leisten können, im Gemeindegebiet angebracht worden. „Die Defis sind dorthin gekommen, wo sich viele Menschen aufhalten“, erklärt Bürgermeister Thomas Rasmussen. „Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute.“

Die „Lebensretter“ sind allesamt öffentlich zugänglich und wurden an den Außenwänden von Gebäuden befestigt. Zusammen mit einem Spezialschrank kostet jeder Defibrillator rund 1700 Euro. Es fanden sich Spender. Besonders ergiebig war ein sommerlicher Grillabend der Handewitter Interessengemeinschaft Selbstständiger (HIS), an dem sich der Verein und einige seiner Mitglieder zur Finanzierung von fünf AED-Geräten bereit erklärten.

In einer ersten Runde wurden die Gemeinschaftsschule Handewitt (Spender: Förderkreis Handewitt), der Handewitter Senioren-Treff (Sozialstation Handewitt), das Feuerwehrhaus in Ellund (Rosengoorn/Provinzial Lommatzsch), das Hauruper Feuerwehrgebäude (HIS), das Bürgerhaus Unaften (Otto & Kollegen), das Feuerwehrhaus Weding (Rechtsanwalt Luther) und das Freizeitheim Jarplund (HIS) bedacht.

Wenn der aktuelle Haushalt beschlossen ist, soll auch in der Gemeindeverwaltung ein Defibrillator installiert werden. In einem eigens erstellten Konzept sind weitere elf Standorte aufgeführt, die – nach Eingang weiterer Spenden – realisiert werden sollen. Zudem sind im Frühjahr Kurse mit der Bevölkerung geplant. „Wir wollen allen Kindern und Bürgern vermitteln, dass sie vor diesen Geräten keine Angst haben müssen“, sagt Kaj Clausen, Vorsitzender des kommunalen Sozialausschusses. „Die Hilfe ist lebensnotwendig. Wir wissen von Einkaufszentren in Flensburg, das solche Einsätze leider gar nicht so selten sind.“

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erstellt am 10.Feb.2017 | 06:48 Uhr

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