Sörup : Rettung für Mühle „Renata“

 Damit Müllermeister Walter Skau auch in Zukunft die Flügel der Mühle „Renata“ in den Wind drehen kann, bezuschusst die Gemeinde die Interessengemeinschaft.
Damit Müllermeister Walter Skau auch in Zukunft die Flügel der Mühle „Renata“ in den Wind drehen kann, bezuschusst die Gemeinde die Interessengemeinschaft.

Die Gemeinde Sörup unterstützt die Interessengemeinschaft zum Erhalt der Windmühle. Außerdem wurde beschlossen, die Kita-Gebühren für die Betreuung außerhalb der Regelzeiten zu erhöhen.

shz.de von
14. Oktober 2018, 16:52 Uhr

Damit sich in Sörup- Schwensby auch in Zukunft die Flügel der Windmühle „Renata“ drehen, sendet die Gemeinde Sörup ein deutliches Zeichen für die Erhaltung des Denkmals. Die hohen Kosten für die Feuerversicherung und das defekte Dach des Nebengebäudes machen der Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Schwensbyer Mühle erhebliche finanzielle Probleme. Auf deren Antrag hat nun die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, für die Feuerversicherung für zwei Jahre die Summe von jeweils 1200 Euro zur Verfügung zu stellen. Für die Dachsanierung wurden 5000 Euro genehmigt. Bürgermeister Dieter Stoltmann sprach sich in der Sitzung deutlich für die Erhaltung des Wahrzeichens aus und unterstrich, dass nun auch Trauungen in der Mühle möglich sind. Matthias Mau-Hansen hofft, dass die Mühle in Zukunft so viele Besucher hat, dass sie finanziell auf eigenen Beinen sehen kann.

Der Kindergartenbeirat und die Gemeindevertretung haben sich in der Vergangenheit bereits über eine Anpassung der Gebühren für den Kindergarten „Villa Kunterbunt“ ausgetauscht. Nun liegen Zahlen vor und wurden von der Gemeindevertretung bei drei Gegenstimmen angenommen. Damit bleiben die monatlichen Gebühren für die Regelzeit mit 132 Euro für die über Dreijährigen und 180 Euro für die unter Dreijährigen gleich.

Geändert werden die Gebühren für die Betreuung über die Regelzeit von 7.30 bis 12.30 Uhr hinaus. Der Stundensatz erhöht sich um 2,50 Euro. Damit ergeben sich folgende Gebühren: Betreuung von 7 bis 7.30 Uhr kostet 12,50 Euro im Monat, von 12.30 bis 14 Uhr 27,50 Euro, von 12.30 bis 15 Uhr 42,50 Euro und von 12.30 Uhr bis 16 Uhr 57,50 Euro.

SPD-Gemeindevertreter Bernt Christiansen kritisierte die Erhöhung, sie käme zum falschen Zeitpunkt, da bundesweit über eine Senkung der Kita Gebühren gesprochen werde und die Bundesregierung entsprechende Gesetze in Arbeit habe. Hans-Peter Berthold (FWS) kritisierte die Aussage von Christiansen als Augenwischerei: „Sörup leistet sich die niedrigsten Kita-Gebühren im ganzen Kreis.“

Einstimmig votierte die Versammlung für die Einführung von Tempo-30-Zonen auf den innerörtlichen Straßen, Durchgangsstraßen sind ausgenommen.

Diskutiert wurde über die Zukunft des Reitwegeausschusses. Dieser sei nicht mehr notwendig, müsse aufgelöst, oder mit neuen Aufgaben betraut werden, sagte Bürgermeister Stoltmann. Matz Matzen sprach sich für die CDU-Fraktion für eine Erweiterung des Ausschusses um die Aufgaben Wander- und Fahrradwege aus. Die SPD-Fraktion will die Aufgaben dem Ortsentwicklungsausschuss übertragen, erläuterte Günter Nissen. Dorothea Krug (SPD) forderte einen Tourismusausschuss, der auch ein Tourismuskonzept für Sörup entwickeln könne. Schließlich einigte sich die Vertretung darauf, zunächst einen Arbeitskreis für Reit-, Wander- und Fahrradwege einzurichten, der bei Bedarf erweitert werden könne.




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