zur Navigation springen

Flensburger Sommerfestival : Rekordbesuch bei der 20. Hofkultur

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fast 4000 Zuschauer erlebten insgesamt 16 Konzerte bei der Flensburger Hofkultur. Fulminante Schlussakkorde lieferten Brina aus Jamaika und die Band Api Pipo.

Flensburg | „An den 4000 sind wir knapp vorbeigeschrammt“, sagte Thomas Frahm am Sonntag unmittelbar nach dem letzten Konzert des 20. Hofkultur-Festivals. 3970 zahlende Besucher wurden gezählt – so viele wie nie zuvor seit 1995. Zudem musste nicht eine einzige Veranstaltung wegen schlechten Wetters nach drinnen verlegt werden; auch das ist eine Rarität in der 20-jährigen Erfolgsgeschichte des kleinen Flensburger Sommerfestivals mit in diesem Jahr 16 Auftritten.

Rund die Hälfte der 4000 wurden bei vier Konzerten im Hof des Schifffahrtsmuseums gezählt. Hier setzte die Sängerin Brina mit ihrer Band am Sonnabend einen umjubelten Schlussakkord. Die aus Jamaika stammende Frau mit der großen Stimme und dem Charisma hatte keine Probleme mit der Publikumsansprache. Sie schien regelrecht begeistert davon zu sein, „here in Flensburg“ auftreten zu dürfen. Wohl noch nie zuvor bei einem Konzert wurde der Name der Stadt so häufig ins Publikum gerufen wie an diesem Abend. Der Funke sprang sofort über, die Leute gingen mit, vor der Bühne wurde getanzt, auf viele Gesichter legte sich ein seliger Glanz.

Von der exotischen Fressbude vor der Maschinenhalle zogen würzige Currydüfte durch den Hof und vermischten sich mit den karibischen Klängen zu einer perfekten Melange unter blauem Abendhimmel. Während sie am Nachmittag noch beim afro-karibischen Hoffest mit Duopartner aufgetreten war, versetzte jetzt eine kleine Reggae-Bigband die über 600 Besucher in Schwingungen. In der Zugabe spielte sogar die bekannte Flensburger Flötisten Christiane Verführt mit.

Brina und ihre siebenköpfige Band war – auch das ein Novum bei der Hofkultur – extra für dieses Konzert eingeflogen. „Ein großer logistischer Aufwand für uns“, so Frahm. Die Backline – also das Musikequipment auf der Bühne – wurde nach detaillierten Vorgaben bei einem Spezialisten in Scheeßel bestellt und ausgeliehen.

Die Truppe erreichte Freitagabend Flensburg; doch statt ins Hotel zu gehen, kamen sie in den Hof, wurden mit exotischen Speisen beköstigt und hörten ganz andere Töne. Der aus Togo stammende Sänger und Gitarrist Alain Apaloo zeigte den Flensburgern, wie man in der Jazzmetropole Kopenhagen, wo Apaloo studiert hat und heute lebt, Funk und Blues, Jazz und Rock mit afrikanischen Soundelementen zu einer sehr rhythmischen, sehr virtuosen und äußert attraktiven Weltmusik fusioniert. Auch er schwörte das Publikum sofort auf gute Laune ein: „This is not a concert, this is a happening.“ Seine internationale Band, aus der vor allem der schwedische Bassist Morten Ankarfeldt durch ebenso filigrane wie perkussive Saitenarbeit herausragte, begeisterte mit flirrenden Rhythmen, expressiven Soli (Simon Spang-Hanssen, Saxophon) und afrikanischen Klangfarben.

Das Duo Ania und Matthias sorgte gestern Mittag für einen entspannenden Abschluss des Festivals mit Gitarre und Cello im Krusehof.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 11.Aug.2014 | 12:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert