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Campus Flensburg : Rekord: 2900 Neue auf dem Sandberg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine nie da gewesene Zahl an Studienanfängern beider Flensburger Hochschulen startete gestern ins neue Semester

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 05:48 Uhr

1895 Erstsemester an der Europa-Universität Flensburg, 1000 Erstis an der Hochschule: Für fast 3000 neue Studenten hat gestern das Semester auf dem Campus begonnen. Herbstsemester heißt es ab sofort für die EUF, die als zweite Universität Deutschlands ihre Semesterzeiten dem internationalen Hochschulkalender angepasst hat (September bis Dezember). Die EUF möchte damit mehr Studierenden einen Aufenthalt im Ausland ermöglichen und mehr Studierende und Lehrende aus anderen Ländern in Flensburg willkommen heißen. Am Internationalen Institut für Management und ökonomische Bildung beginnt das Studium bereits zum dritten Mal im September. Studiengangsleiterin Susanne Royer hob hervor: „Auslandssemester gibt es inzwischen an allen Hochschulen, aber ein Studieren an zwei Standorten, in zwei Universitätssystemen und in zwei bis drei Sprachen gleichzeitig – das ist etwas ganz Besonderes!“

Die „Uni-Starter“ organisieren und moderieren traditionell die Begrüßungsveranstaltung, die den Auftakt zur Einführungswoche bildet. Rund 1600 Erstsemester waren gestern Nachmittag in der Flens-Arena dabei, als Präsident Werner Reinhart die Universität als eine „Uni des Wachstums und des Wandels“ bezeichnete. „Als Europa-Universität sind wir eine besondere Universität. Auch, wenn nicht alles gut läuft in der Europäischen Union, können Sie als Generation dazu beitragen, dass die Dinge besser werden und für Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Toleranz streiten.“ Die Welt, so der Präsident, spiele zurzeit etwas verrückt. „Wir brauchen das Bündnis der Generationen, um für die Welt einzutreten, die wir gemeinsam besser machen.“ Flensburgs stellvertretende Stadtpräsidentin Inge Krämer nannte die Grenzregion eine „Vorzeigeregion Europas“.

Bereits am Morgen begann an Deutschlands nördlichster Hochschule das Wintersemester: Ann-Kathrin ist eine der neuen Studentinnen und will sich fit machen für einen Beruf mit Zukunft. Also habe sie sich für Energiewissenschaften eingeschrieben. „Naturwissenschaftliche Fächer waren immer schon meine Spezialität“, sagt Ann-Kathrin und suchte sich einen Platz in der Flens-Arena. Die Hochschule Flensburg zählt nun mehr als 4000 Studierende. Rund 60 Prozent der neuen Studierenden haben sich wegen der Praxisorientierung für ein Studium an der Hochschule entschieden, wie der amtierende Hochschulpräsident, Prof. Thomas Severin, sagte. „Und genau darauf, auf den Praxisbezug in Lehre und Forschung, legen wir besonderen Wert.“ Severin erinnerte die Neuen daran, dass studieren bedeute, sich um etwas zu bemühen. „Wir fördern das Streben nach Leistung mit hohem Qualitätsanspruch.“ Die familiäre Atmosphäre fördere den direkten Austausch. Die familiäre Stimmung auf dem Campus spielte auch in der Rede von Swetlana Krätzschmar eine große Rolle. Mit Flensburg hätten die Studierenden einen „auch ein Stück Lebensqualität“ gewählt, sagte die Stadtpräsidentin.

Mit 35 neuen Studenten aus Frankreich, Namibia, Spanien, Lettland, Kenia und anderen Ländern seien in diesem Jahr so viele Austauschstudierende wie noch nie an der Hochschule. Die meisten von ihnen kommen aus den Bereichen Wirtschaft, Internationale Fachkommunikation und Windenergie. Die Zeit in Flensburg beginnt für sie mit einer maßgeschneiderten Orientierungswoche, in der sie Formalitäten erledigen, die Fördestadt und deren Umgebung erkunden können.

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