Regionaldeich am Leuchtturm behält seinen Status

Bedauert das Nein zum regionalen Klimaschutz: Werner Kiwitt (r.); daneben Klaus-Dieter Schmidt (SPD, l.) und Thomas Merz (bürgerliches Mitglied).  Foto: Möhl
Bedauert das Nein zum regionalen Klimaschutz: Werner Kiwitt (r.); daneben Klaus-Dieter Schmidt (SPD, l.) und Thomas Merz (bürgerliches Mitglied). Foto: Möhl

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05. März 2013, 03:59 Uhr

Glücksburg | Ungewohnt zahlreich seien die Bürger zu der Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Bauwesen und Umwelt erschienen, wandte sich Vorsitzender Günter Sommer den zehn Besuchern zu. Die Glücksburgerin Kristina Franke sprach in der Einwohnerfragestunde die einwöchige Schließung des Bürgerbüros an und fragte, ob nicht in Urlaubs- und Krankheitszeiten eine Vertretung aus der Stadtverwaltung Flensburg das Büro für dringende Fälle besetzen könne. Stadtrat Witt verneinte und verwies auf die "Personalabdeckung" der Flensburger Verwaltung.

Franke sprach den Bebauungsplan Nr. 17 "Campingplatz Holnis" an. "Bekanntermaßen sei bis heute dort nur eine eingeschossige Bebauung erlaubt. Zukünftig soll die Anzahl der zulässigen Geschosse auf zwei Vollgeschosse erhöht werden", sagte sie. "Man schafft hier eine Vorbildfunktion, und die Begründung - das Zulassen von zeitgemäßer Architektur - habe ich das letzte Mal bei dem Bau der Hochhäuser in Schausende gelesen." Mit zwei Gegenstimmen empfahl der Ausschuss der Stadtvertretung den vorliegenden Entwurf der vierten Änderung des Bebauungsplans Nr. 17 "Campingplatz Holnis" zu billigen und öffentlich auszulegen.

Stadtrat Witt berichtete über den Küstenschutz in Holnis. Durch die Strategie des Landes Schleswig-Holstein bleibt der Regionaldeich am Leuchtturm wie bisher erhalten. Damit kommt weiterhin der Wasser- und Bodenverband für die Erhaltungskosten auf. Im Falle einer Heraufstufung zum Küstenschutzdeich wäre das Land Schleswig-Holstein zuständig und müsste für den Erhalt und eine vielleicht eines Tages notwendige Erhöhung des Deiches zahlen. Komme es in den nächsten Jahren einmal zu Überschwemmungen des Hinterlandes, müsse über Ausgleichszahlungen gesprochen werden.

Der Ausschuss lehnte die Bereitstellung der Mittel für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Region Flensburg mit dem Ziel, bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität zu erreichen, ab.

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