Munkbrarup : „Region muss Tourismus fördern“

Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen (r.) verabschiedete Hans Bohnhof im Beisein von dessen Ehefrau Ilse.
Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen (r.) verabschiedete Hans Bohnhof im Beisein von dessen Ehefrau Ilse.

Das Stammkapital der Tourismus-Agentur Flensburger Förde wird um 1000 Euro erhöht.

shz.de von
29. Juni 2017, 14:52 Uhr

Munkbrarup | Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Angesichts dieses Umstandes stimmte der Amtsausschuss des Amtes Langballig auf seiner Sommersitzung einer Erhöhung des Stammkapitals der Tourismus-Agentur Flensburger Förde (TAFF) einstimmig zu. Durch zusätzliche 1000 Euro beträgt der Anteil des Amtes nun 4000 Euro und damit vier Prozent des Kapitals. In der vorherigen Aussprache hatte Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen festgestellt: „Die TAFF hat zu einer positiven Entwicklung beigetragen.“ Ein genaues Herunterbrechen auf die Amtsebene sei allerdings nicht möglich. In mehreren Wortbeiträgen wurde betont, die Förderung des Tourismussektors sei eine Aufgabe der gesamten Region zwischen Schlei und Flensburger Förde.

Da „nordbits“, der bisherige IT-Dienstleister der Amtsverwaltung, seinen Betrieb eingestellt hat, sprach sich der Amtsausschuss für einen Beitritt zum Zweckverband „kommunit“ mit Sitz in Elmshorn aus und stimmte dem Entwurf eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zu. Die Einlage beim Stammkapital beläuft sich auf 1250 Euro. Mögliche Verluste werden über eine Umlage gedeckt. Eine Nebenabrede zum Vertrag regelt die Verfahrensweise für die 18-monatige Übergangszeit, denn der förmliche Beitritt wird erst mit Jahresbeginn 2019 wirksam.

Neben einer Erneuerung der Mess- und Regeltechnik im Lehrschwimmbecken der Grundschule Munkbrarup für 8500 Euro ist dort die der internen Hausalarmierung erforderlich. Im Rahmen einer Überprüfung durch den Brandschutzingenieur der Kreisverwaltung soll der erforderliche Umfang festgelegt werden. Der Amtsausschuss stimmte den Maßnahmen grundsätzlich zu. Kritik gab es daran, dass diese Maßnahme erst nachträglich angemeldet wurde.

Im Rahmen der Berichte hatte der Amtsvorsteher zu Beginn mitgeteilt, dass die Zahl der im Amtsbereich untergebrachten Asylbewerber vom Höchststand von 140 wieder auf etwa 90 abgesunken ist. Einige der angemieteten Wohnungen seien mittlerweile freigegeben worden. Angesprochen wurden auch die renovierungsbedürftige Sporthalle in Streichmühle und die dortigen Kapazitätsprobleme. Mehrere Ausschussmitglieder sprachen sich mit Nachdruck dafür aus, die Frage eines Neubaus ernsthaft anzugehen.

Zum Schluss verabschiedete der Amtsvorsteher den langjährigen nebenamtlichen Amtsarchivar Hans Bohnhof aus Munkbrarup. „Als ‚Kellerkind‘ sind Sie zumeist unsichtbar geblieben.“ Gleichwohl habe er ein hervorragend strukturiertes Archiv hinterlassen. Der 80-jährige Bohnhof, von 1970 bis 2001 Leitender Verwaltungsbeamter im früheren Amt Steinbergkirche, bezeichnete die Archivarbeit als Voraussetzung dafür, später einmal Geschehnisse und Entscheidungen der Vergangenheit sauber nachvollziehen zu können.




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