Flüchtlinge in Flensburg : Refugium: Landeshilfe für Container-Kosten

Papier, das Freude macht: Finanzministerin Monika Heinold (r.) überreicht Oberbürgermeisterin Simone Lange vier Förderbescheide aus dem Programm „Refugium“.
Papier, das Freude macht: Finanzministerin Monika Heinold (r.) überreicht Oberbürgermeisterin Simone Lange vier Förderbescheide aus dem Programm „Refugium“.

Finanzministerin Heinold brachte vier Förderbescheide ins Rathaus

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10. März 2018, 12:37 Uhr

Den mit Abstand größten Batzen aus dem Programm „Refugium“ für die Unterbringung von Flüchtlingen erhält die Stadt Flensburg. Fast 700 000 von insgesamt 6,5 Millionen Euro gehen an die Förde: Gestern brachte Finanzministerin Monika Heinold gleich vier Förderbescheide persönlich im Rathaus vorbei.

Flensburg kam im Herbst 2015, als Millionen Menschen über die Grenzen nach Deutschland kamen, eine besondere Rolle zu. Tausende strandeten auf dem Weg nach Skandinavien in der Grenzstadt und mussten hier für einige Tage und Nächte untergebracht werden. Damals wurde in Windeseile eine Halle an der Liebigstraße klar gemacht; mehrere Wochen lang gingen die Menschen hier ein und aus, viele blieben nur für eine Nacht. 22 000 Euro bekommt die Stadt nachträglich aus dem Programm „Refugium“ für den finanziellen Aufwand.

Die beiden größten Posten betreffen jedoch die Gegenwart und die derzeit noch belegten Unterkünfte am Friedensweg und an der Graf-Zeppelin-Straße. Für die Gemeinschaftsunterkunft am Friedensweg stellt das Land 432 000 Euro zur Verfügung, für die Einrichtung an der Graf-Zeppelin-Straße immerhin 236 000 Euro.

1255 Anträge seien beim Land eingegangen, berichtete Heinold gestern; davon wurden immerhin 1143 bedient, so dass 98 Kommunen in den Genuss von Fördermitteln kommen. Die Finanzministerin lobte den großen Einsatz der Kommunen bei der Aufnahme und Unterbringung der Geflüchteten.

Oberbürgermeisterin Simone Lange freute sich über die finanzielle Hilfe des Landes, erinnerte aber auch daran, dass die Aufgaben weiter gehen. So plane die Stadt immer noch, die Container an der Kanzleistraße abzubauen, während die am Friedensweg und an der Graf-Zeppelin-Straße nach wie vor benötigt würden. Es sei aber Ziel der Stadt, noch mehr geflüchtete Personen dezentral in Wohnungen unterzubringen.

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