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Ratsleute formulieren Bedingungen für Theaterneubau in Schleswig

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 12:39 Uhr

Der Hauptausschuss und der Kulturausschuss der Ratsversammlung haben am Dienstag gemeinsam in nichtöffentlicher Sitzung zur Zukunft des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters getagt. Beide Ausschüsse stellen sich nach Mitteilung der Pressestelle der Stadt hinter die Entwicklung des Landestheaters, befürchten jedoch finanzielle Folgen für die Gesellschafter aus den Verträgen für den Ausbau und Umbau des Hesterberg zur neuen Spielstätte in Schleswig.

Um die Situation und den Entscheidungsbedarf im Hinblick auf das Bauherrenmodell auch als Chance nutzen zu können, formulierten die Ratsleute zentrale Voraussetzungen für eine Umsetzung. Demnach soll die Landestheater GmbH nicht das Baukostenrisiko für die Teilfläche 2 übernehmen. Außerdem soll die Geschäftsführung mit externer Begleitung nach Beschluss der Gesellschafterversammlung einen Strategieprozess bis Ende 2014 einleiten. Desweiteren soll sie bis zum 1. September ein Konzept für die Entwicklung der deutsch-dänischen Theaterzusammenarbeit und für die Theaterangebote zur Verknüpfung von Theater, Bildung und moderner Gesellschaft vorlegen. Schließlich verlangen die Ausschüsse die Schaffung eines Teilnahmerechts des Beteiligungscontrollings der Stadt Flensburg im Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung der GmbH.

„Die Erfahrung lehrt, dass es in komplexen Bauvorhaben unvorhergesehene Entwicklungen geben kann. Die Verantwortung für den eventuellen Bau einer neuen Spielstätte trägt aber laut Vertrag die Stadt Schleswig. Mögliche Risiken des ambitionierten Vorhabens dürfen nicht auf die übrigen Gesellschafter verlagert werden“, beschreibt Oberbürgermeister Faber die Situation.

Der Vorsitzende des Hauptausschusses, Thomas Dethleffsen, weist vor allem auf die notwendige Stabilität einer zukünftigen Lösung hin: „Wir müssen sicher sein, dass wir durch die Maßnahme in Schleswig nicht das ganze Landestheater gefährden. Daher benötigen wir ein engeres Controlling als bisher“, so Dethleffsen. Gabriele Stappert, Vorsitzende des Kulturausschusses mahnt in diesem Zusammenhang an, „dass wir nicht die künstlerische Weiterentwicklung des Theaters und seiner Vernetzung in die Gesellschaft aus dem Blick verlieren dürfen“.

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