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Empfang wird umgestaltet : Rathaus in Flensburg will Bürger schneller bedienen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt will den Eingangsbereich in ein neues Willkommenscenter umgestalten und hier vor allem auch ausländische Mitbürger bedienen.

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2015 | 08:15 Uhr

Flensburg | Die Stadtverwaltung möchte im Rathaus eine neue Willkommenskultur etablieren – und das zielt nicht nur auf ausländische Mitbürger ab, sondern letztlich auf alle Flensburger. Damit dies nicht nur ein wohlfeiles Bekenntnis bleibt, soll der Eingangsbereich des Rathauses komplett auf die Bedürfnisse der Rathausbesucher hin ungestaltet werden: Ein „Willkommenscenter“ soll so entstehen. Ein erster Beschluss in diese Richtung könnte heute im Hauptausschuss fallen.

Ausgangspunkt dieser Überlegungen sind aber tatsächlich die ausländischen Flensburger; wenn sie im Rathaus Angelegenheiten klären wollen, müssen sie nach ganz hinten und ganz unten gehen. Die entsprechende Abteilung ist fast im Keller untergebracht, weit entfernt von den Abteilungen, die von den Flensburgern mit deutscher Staatsbürgerschaft häufig aufgesucht werden.

Die Idee für die Zukunft ist ganz einfach: Wer mit einem Anliegen ins Rathaus kommt, soll gleich nach Betreten des Rathauses willkommen geheißen und schnell bedient werden, egal welche Nationalität er hat. Gleich vorn soll es einen Empfangstresen geben, der mit zwei bis vier Personen besetzt ist. Hier können eine Reihe von Anliegen gleich geklärt werden, ohne dass man weiter geleitet wird. „Hier kann man einen neuen Ausweis beantragen und ihn auch später abholen“, erklärt Thomas Hansen (Abteilung Organisation), der das Projekt Willkommenscenter betreut. Für besonders eilige und leicht zu klären Anliegen ist ein „Fast-Lane-Schalter“ angedacht. Und was Banken und Sparkassen schon lange können, will nun auch die öffentliche Verwaltung: Bestimmte Amtstätigkeiten, wie das Ausdrucken einer Meldebestätigung – zum Beispiel für eine Versicherung – kann auch ein Kundenterminal.

Da es auch in der modernen Amtswelt nicht ganz ohne Warten gehen wird, gehört ein angenehmer Wartebereich ebenfalls zur Grundausstattung eines Willkommenscenter – in dem dann deutsche und ausländische Flensburger erste Kontakte knüpfen können.

„Wir stehen erst ganz am Anfang“, bremst Thomas Hansen zu hohe Erwartungen. Weder kann er zu diesem Zeitpunkt sagen, welche stark frequentierten Abteilungen mit wie vielen Mitarbeitern in die Nähe des Eingangsbereichs ziehen werden, um die Wege zu verkürzen. Aber immerhin: Heute soll der erste Schritt gegangen werden.

Zum geplanten Willkommenscenter passt der geplante neue Fachbereich „Einwohnerservice und Willkommenskultur“, der neben einer Allgemeinen Abteilung das Bürgerbüro, das Standesamt und die Ausländerangelegenheiten umfasst.

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