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13. Honky Tonk Kneipenfestival : Rappelvoll bei Rock and Roll

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 3500 Fans der Live-Musik ließen sich von Salsa und Swing, Folk und Blues durch 17 Clubs und Kneipen treiben

Kneipenwirt Dirk Peters fährt mit einem Segway-Roller durch die Fußgängerzone und verschafft sich einen Überblick. „Die Stadt ist rappelvoll“, hat er festgestellt. Er ist gleich mit zwei Kneipen beim Honky Tonk dabei und pendelt zwischen „Pointer’s“ und „Lord Nelson“. Zum 13. Mal werden in dieser Nacht Flensburger Kneipen, Restaurants und Hotel-Foyers zu Bühnen für Live-Musik aller Sparten.

Musikfans sind auf allen Straßen der Innenstadt sehen, fetzige Musik ist aus nahezu allen Kneipentüren zu hören, die Stimmung ist überall zu spüren. Die Fußgängerzone und die Hafenmeile sind wieder einmal die eigentliche Hauptbühne beim Honky-Tonk-Kneipenfestival. Entweder musste man sich vorab informieren und eine strenge Auswahl treffen oder Durchhaltevermögen mitbringen, denn 17 Konzerte stehen zur Auswahl zwischen Deutschem Haus und Schiffbrücke. Ob Salsa, Latino, Rock, Swing, Jazz, Fusion, Country, Blues, Handmade, Beat, Oldies und sogar Rockabilly: Nahezu alle Genres der lockeren und tanzbaren Musik sind vertreten.

Und gerade diese Musik-Club-Live-Atmosphäre, die es in Flensburg nur noch selten zu erleben gibt, kommt wieder gut an und verbindet die Fans aus allen Altersgruppen – und das von 21 bis 5 Uhr.

Mit dem blauen Armbändchen, das zum Eintritt in alle Kneipen berechtigt, dem Programmheft und reichlich guter Stimmung ausgestattet, strömen tausende Besucher in Discos, Kneipen, Hallen und Gaststätten, notfalls auch nur vor die Tür, wenn es drinnen zu voll ist. Für die Fußkranken ist sogar ein „Honky-Tonk-Bus-Shuttle“ im Einsatz. Eine Premiere gibt es an der Rathaustraße , Ecke Große Straße: Erstmals ist Mc Donald’s dabei, wo die Gruppe „Jones“ lautstark für Stimmung sorgt.

An vielen Eingängen bilden sich schnell Schlangen, oft ist es überfüllt. Stephan Splisteser vom Veranstalterteam ist zufrieden, rund 3500 Menschen sind wohl diesmal dabei. Im Arcadia-Hotel ist es gediegen: Hier tritt Sydney Ellis mit Gospel und Blues auf. Als neue Location ist sogar die Touristinformation dabei. Bedauerlich: Die einzige Reggae-Band der Nacht, „NRG Vibes“, sind nicht aufgetaucht. Spontan ist DJ Elvis eingesprungen, um zwischen Prospekten, Karten und Infoterminal das Beste zu geben, direkt vom Plattenteller. Auch in einigen Kaufmannshöfen rockt und swingt es: Im Grisou spielen die „Crazy Boys“, direkt gegenüber das „Trio Latino“ im Vertigo. In den großen Gaststätten wie „Hansens“ und „Central“, am Nordermarkt sowie an der Schiffbrücke herrscht ebenfalls gute Stimmung. Hautnah geht es im „Lord Nelsons“ zu: Dort ist der Barhocker die Bühne. Eric Paisley hat seine Fans direkt vor der Nase. Im Speicher geht es direkt in die 50-er Jahre: Rock’n’Roll und Rockabilly mit Gelfrisuren und nostalgischem Standmikrophon präsentiert hier echt überzeugend die Band „Behind the Eightball“. Wer um Mitternacht noch nicht genug hat, lässt sich im Deutschen Haus von den „Tornados“ bis in den frühen Morgen ordentlich durchpusten.


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erstellt am 30.Sep.2013 | 07:00 Uhr

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