Buntes Flensburg : Rainbow Days: Heute Start mit Open-Air-Kino

Flagge zeigen: Der bunte Marsch führte bereits im letzten Jahr durch die Innenstadt.
Flagge zeigen: Der bunte Marsch führte bereits im letzten Jahr durch die Innenstadt.

Pralles Programm bis zum 17. Mai mit Demo und großem Straßenfest

Gunnar Dommasch von
11. Mai 2018, 07:05 Uhr

Es soll eine bunte und fröhliche Aktionswoche werden, auch wenn der Hintergrund weniger positiv stimmt: „Traurige Tatsache ist, dass Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender auch heute noch weit verbreitet ist“, sagt Verena Balve, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Flensburg. Um dem abzuhelfen, gibt es in Flensburg bis zum 17. Mai die „Rainbow Days“ unter dem Motto „Ganz bunt – ganz oben – ganz viele“. Die Schirmherrschaft hat der Familienminister des Landes Schleswig-Holstein, Heiner Garg, übernommen.

Maßgeblich gestaltet hat den Veranstaltungsreigen der „Arbeitskreis Vielfalt“, dem auch Verena Balve angehört. „Der Kreis der Engagierten nimmt ständig zu“, freut sie sich. Mit dabei ist auch Andreas Witolla, bekannt als Veranstalter der SL-Party im Volksbad. Er betont, wie wichtig es sei, dass Menschen mit den verschiedensten Lebensentwürfen bei der Aktionswoche vertreten sind. „Alle sind ein Teil der Gesellschaft – unabhängig von der sexuellen Orientierung.“

Seit einem Jahr im Arbeitskreis: das Flensburger Frauenforum. Ute Morgenroth aus dem Vorstand verweist auf die Tatsache, dass am Donnerstag, 17. Mai, zeitgleich mit dem „Rainbow Walk“ der „Womens’s March“ stattfindet. „Eine Parallelvorstellung wäre sinnlos“, sagt sie, „es geht darum, die Kräfte zu bündeln.“ Die Symbiose ist in Schleswig-Holstein einmalig, sagen die Veranstalter.

Bereits heute wird an der Hafenspitze um 20.30 Uhr der britsche Film „Pride“ gezeigt: Eine ausgelassene Schwulen- und Lesbentruppe aus London trifft auf streikende Waliser Bergarbeiter. Morgen kommen die Tanzwütigen beim „Rainbow Dance“ im Volksbad auf ihre Kosten. Am 14. Mai sollen am Deutschen Haus und Rathaus, wo die Stadt zum empfang einlädt, Regenbogenflaggen gehisst werden.

Interessant zu werden verspricht die Diskussion „Feminismus – Kann das weg?“, ebenfalls im Volksbad. Unter anderem dabei: Die ehemalige Bischöfin Maria Jepsen und der Flensburger Stadtschülerrat.

Den Abschluss bildet der 17. Mai, der internationale Tag gegen Homo-, Trans- und Bi-Feindlichkeit. Um 14 Uhr beginnt das Straßenfest auf dem Südermarkt, bei dem dann auch der Schirmherr gegen 15 Uhr persönlich zum Mikrofon greifen wird. Die Pastorenband „Turbo-Wabohu“ heizt mit weltlichen Klängen ein. „Wir wollen an allen Tagen mit den Menschen in Dialog treten“, betont Verena Balve, „und werden hoffentlich viele Vorurteile abbauen.“










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