Flensburger Hafen : Raiffeisen setzt auf Flensburgs Hafen

Investitionsstandort Hafen: Die Raiffeisen HaGe will ihr Mischfutterwerk erweitern – sofern der Hafen-Masterplan umgesetzt wird. Foto: Euler
Investitionsstandort Hafen: Die Raiffeisen HaGe will ihr Mischfutterwerk erweitern – sofern der Hafen-Masterplan umgesetzt wird. Foto: Euler

Starkes Signal für den Hafen: Die Raiffeisen HaGe will die Produktion ausweiten und die Futterverladung erweitern. Nächste Woche entscheidet der Planungsausschuss.

shz.de von
23. Oktober 2009, 01:02 Uhr

Flensburg | Auch wenn der scheinbar ewig tagende Hafenworkshop am Freitag nächster Woche wohl ein letztes Mal zusammentrifft: Michael Jürgensen, Leiter der HaGe-Futterlogistik, will auf die Bekenntnisse der Politik zur Hafenentwicklung buchstäblich bauen. Raiffeisen will sein Mischfutterwerk schleunigst erweitern. Der Planungsausschuss, der am 27. Oktober tagt, soll das gemeindliche Einvernehmen für den Bau einer neuen Mischfutterverladung am Ballastkai erteilen.

"Wir nehmen einen ordentlichen Betrag in sechsstelliger Höhe in die Hand", sagt Jürgensen. Raiffeisen will seine Palette um eine Geflügelfutterproduktion erweitern und muss in seinem Domizil am Hafen umbauen. Weil aus hygienischen Gründen Geflügelfutter nicht in einem Raum mit Futtermitteln für Rinder beziehungsweise Schweine hergestellt werden darf, wandert die neue Produktionslinie auf eine der südlichen Verladespuren, Rinder- und Schweinefutterproduktion werden in einen Anbau weiter nördlich verlegt.
Der Hafen hat Bestand
Damit einher geht eine Steigerung der Produktion am Hafen. "Für uns ist das ein Bekenntnis zum Standort Flensburger Hafen", sagt der HaGe-Mann. "Auch wenn nichts unterschrieben ist - wir haben das so entschieden, weil wir davon ausgehen, dass dieser Hafen Bestand hat."

Raiffeisen wartet nur noch auf das "Go!" aus der Flensburger Politik und Verwaltung. "Wir können sofort loslegen", sagt Jürgensen. "Am liebsten noch in diesem Jahr, aber das wird voraussichtlich nichts mehr werden."

Stichwort Masterplan: Kommenden Freitag wird der sechste und letzte Workshop stattfinden, der Interessen und Ideen der lokalen Akteure und Nutzer des Flensburger Hafens zusammenführen soll. Am Ende soll eine perspektivische Festlegung stehen, wie die Stadt mit ihrem Hafen verfahren will.

Vorher wird Prof. Dr. Winfried Krieger über die Entwicklung des Güterumschlags berichten. Der FH-Dozent hatte den Auftrag erhalten, gutachterliche Aussagen über die Entwicklung des Güterverkehrs über See zu treffen - mit spezieller Ausrichtung auf den regionalen Hafenplatz Flensburg. Dieses Gutachten liegt vor und wird Grundlage des letzten Workshops sein. Der nächste Schritt wird nach Auskunft der Verwaltung eine Bürgerversammlung sein.

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