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Gewerbe in Flensburg und Handewitt : Queisser als Motor für neue Kooperation mit Handewitt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Oberbürgermeisterin Lange und Bürgermeister Rasmussen hoffen auf intensivere Zusammenarbeit

shz.de von
erstellt am 22.Jul.2017 | 06:39 Uhr

Es ist ein schönes Signal gelebter Stadt-Umland-Kooperation, das Oberbürgermeisterin Simone Lange und Handewitts Bürgermeister Thomas Rasmussen gestern gemeinsam mit den Geschäftsführern Gert Bendixen und Jan K. Kuskowski von Queisser Pharma nach innen und außen in Stadt und Region sandten. Flensburg und seine direkten Nachbarn können sensible Projekte wieder gemeinsam erfolgreich abschließen, war die Botschaft: „Es ist schön, dass wir hier ein Unternehmen haben, dem es gut geht und das weiter wächst – und dem wir hier in der engeren Region ein Lösung bieten“, sagte Lange gestern auf dem Betriebsgelände an der Schleswiger Straße, wo Queisser „Doppelherz“ und andere Nahrungsergänzungsmittel für den deutschen Markt und den Export herstellt.

Seitdem Queisser angekündigt hatte, mit rund 50 der 240 Flensburger Mitarbeiter und einigen tausend Paletten im Handewitter Gewerbegebiet Weding auf vier Hektar Fläche eine Filiale für die Logistik samt Lagerhaltung und Kommissionierung zu bauen, hat die Flensburger Politik eine neue Diskussion um ihr Gewerbeflächenmanagement.

Thomas Rasmussen berichtete, dass der Gemeinderat dies Woche einen positiven Beschluss für die Bauleitplanung gefasst habe: „Wir sehen uns als einen wichtigen Teil der Region.“ Ein Novum sei gewesen, dass vor Wochen der Ältestenrat beider Kommunen gemeinsam getagt habe. „Ich würde mich freuen, wenn das der Anfang einer intensiveren Zusammenarbeit sein kann und wird“, erklärte Rasmussen. Die Gewerbesteuern seien dabei zweit- oder drittrangig. Man wolle bedeutende Arbeitgeber bei ihren Wachstumsbemühungen unterstützen und mit Wertschöpfung und Arbeitsplätzen eine attraktive Region sein. Für Simone Lange geht es um die Entwicklungachse entlang der Autobahn A7. Dort könne sie sich künftig gemeinsame Gewerbegebiete mit weiteren Partnern vorstellen.

Nach Angaben von Jan Kuskowski beschäftigt Queisser 450 Mitarbeiter im In- und Ausland mit seinen Tochtergesellschaften. Baubeginn in Weding soll im ersten Halbjahr 2018 sein, Bezug bis Mitte 2019. Gert Bendixen erklärte, einen Teil der derzeitigen Flensburger Logistikflächen werde man zu Produktionsflächen machen – und so auch in Flensburg neue Arbeitsplätze aufbauen. Queisser habe ohnehin jedes Jahr zum Jahresende knapp zehn Mitarbeiter mehr als zum Jahresanfang.

Wie die Einigung aussieht, nach der sich Flensburg und Handewitt künftig hier die Einnahmen aufteilen, wollten die Beteiligten nicht öffentlich machen.

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