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Proteste gegen CO2-Lager unter der dänischen Nordsee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das dänische Umweltministerium beabsichtigt, Unternehmen die Kohlendioxid-Verpressung in der dänischen Nordsee anzubieten. Damit soll die Ausbeute aus fast erschöpften Erdgas- und Erdöllagerstätten erhöht werden. Die Bürgerinitiative gegen Kohlendioxid-Endlager protestiert nachdrücklich gegen das Vorhaben und wird sich mit einer Protestnote an das dänische Umweltministerium wenden. Jeder Bürger könne gegen das Vorhaben Einwendungen einreichen. Nach Beginn der Auslegefrist am 17. August werde die Bürgerinitiative das Vorhaben begutachten und ab Anfang September einen Vordruck für Einwendungen zum Herunterladen auf ihrer Homepage anbieten.

Durch die Verbrennung des zusätzlich geförderten Öles würden pro injizierter Tonne Kohlendioxid letztlich 3,7 bis 4,7 Tonnen emittiert und damit die Emissionen weiter erhöht. Wissenschaftler warnten vor Blowouts (explosionsartiges Freiwerden von Kohlendioxid). Hielten die Kavernen nicht dicht, könnte dies einen schnellen Anstieg des Meeresspiegels und eine umfassende Versauerung der Meere mit katastrophalen Auswirkungen für das Leben im Meer zur Folge haben. Schwachpunkte seien die Bohrlöcher, für die noch immer kein Kohlendioxid-stabiler Verschluss gefunden worden sei. Erhöht werde die Gefahr von Leckagen und Blowouts durch Erdbeben, wie sie regelmäßig auch in Nordeuropa auftreten. „Sichere Speicher können so nicht betrieben werden, schon gar nicht für Jahrhunderte.“

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erstellt am 20.Aug.2013 | 20:17 Uhr

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