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Gebührenstreit mit Beitragsservice : Protest zeigt Wirkung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

GEZ-Rebell aus Flensburg vollständig "rehabilitiert"

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 10:59 Uhr

Späte Genugtuung für Hans-Ulrich Schlichting: Nach unserem Bericht „Gebühren für eine Geisterwerkstatt“ über ungerechtfertigt geforderte Zahlungen an den „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ (früher GEZ) gab es nicht nur eine Entschuldigung seitens des Norddeutschen Rundfunks, sondern auch eine Welle der Solidarität mit dem Heizungsbaumeister. „Das Telefon stand nicht mehr still“, berichtet der 71-Jährige. Viele Anrufer, darunter auch aus dem Freundes- oder Kundenkreis, hätten ähnliche Erfahrungen geschildert. Schlichting sollte für eine Werkstatt und später als Garage genutztes Lager, das seit Jahren nicht mehr existiert, Rundfunkgebühren zahlen. Der Betrag wurde nach drei Jahre andauerndem Streit schließlich von der Stadt Flensburg im Auftrag des „Gläubigers“ NDR vom Konto zwangsabgebucht. Eine Pfändung ohne rechtliche Grundlage, wie der Sender gestern einräumte. „Nach Rücksprache mit dem Beitragsservice haben wir den Sachverhalt geklärt und festgestellt, dass es sich offenbar um ein Missverständnis gehandelt hat“, erklärte ein Sprecher. Die Parteien hätten „aneinander vorbei geredet.“ Beim zentralen Beitragsservice werden rund 40 Millionen Beitragskonten geführt, in der Regel funktioniere die Kontobetreuung trotz dieser großen Zahl reibungslos. „Im vorliegenden Fall leider nicht, was der NDR sehr bedauert.“

Eine Mitarbeiterin des Beitragsservice meldete sich bei Schlichting und sicherte ihm zu, dass ihm nunmehr alle Kosten erstattet würden. Eine schöne Bestätigung für den Rentner: „Man soll sich eben nicht alles gefallen lassen!“

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