Medienhaus Flensburg : Premiere glückt

Alles rund ums Rad: Auf dem Gelände des sh:z testet Trjan Johannsen (12) einen modernen Roller.
Alles rund ums Rad: Auf dem Gelände des sh:z testet Trjan Johannsen (12) einen modernen Roller.

Rund 3000 Besucher kamen zur Fahrradmesse beim sh:z-Medienhaus / Alle wollten E-Bikes testen

shz.de von
28. Mai 2018, 08:15 Uhr

Es gab auch Räder ohne elektrischen Antrieb. Aber sie waren eindeutig in der Minderheit. Auf 95 Prozent schätzt Fahrradhändler Peter Petersen den Anteil derer, die sich ein Rad mit elektrischer Unterstützung anschauen wollten.

Viele nutzten zudem die Gelegenheit, bei bestem Sommerwetter auf dem Parkplatz oder auf anliegenden Straßen die Gefährte ausgiebig zu testen. Einzelne Besucher wechselten im Minutentakt die Fahrzeuge – vom Mountainbike bis zum Lastenfahrrad. Wer zu zweit kam, konnte seinen Partner oder seine Partnerin spazieren fahren.

Das Spektrum reichte von Rädern des dänischen Herstellers Promovec (unter 20 Kilo, unter 2000 Euro) bis zu den absoluten Premium-Gefährten von Riese & Müller, dessen Top-Modelle auf über 6000 Euro kommen. Auch Spezialräder, die sich für den Transport körperbehinderter Begleiter eignen, und moderne Tretroller waren im Angebot. Kunigunde Koch kam mit ihrem Pedelec, mit dem sie sehr zufrieden ist, und wollte es beim ADFC codieren lassen. „Die Codierung dient der Diebstahl-Prävention“, erläuterte Gerhard Andresen vom ADFC-Landesverband. Außerdem helfe sie, ein gestohlenes Rad aufzufinden und zu identifizieren. Über 60 Radfahrer kamen gestern, um das Angebot wahrzunehmen.

Das Gegenstück zu den hochgezüchteten, teils bulligen, teils rassigen E-Bikes fand sich auch am ADFC-Stand: ein fast schon historisches Tandem.

Die Verkehrswacht demonstrierte anschaulich die Gefahren des „Toten Winkels“.

Die meisten Fragen der Besucher bezogen sich auf die Art des Antriebs, auf Leistung und Kapazität des Akkus, auf das Gewicht, die Rahmenhöhe und den Preis.

Wichtig sei zudem der Unterschied zwischen einem Pedelec und einem S-Pedelec, erläuterte Max Prumbaum vom Fahrrad-Dachverband ZEG. Beim S-Pedelec unterstützt der Motor bis 45 km/h; dafür muss man einen Rückspiegel und ein Versicherungszeichen am Rad haben, einen Helm tragen und innerstädtisch auf der Straße fahren.

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