Kultur in Flensburg : Premiere für den Burghof

Das pralle Musikerleben: Anavantou kommt fast in Fußballteam-Stärke nach Flensburg.
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Das pralle Musikerleben: Anavantou kommt fast in Fußballteam-Stärke nach Flensburg.

Flensburger Hofkultur Nr. 24 mit neuer Spielstätte und neuem Genre – aber auch mit viel Bewährtem

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11. April 2018, 07:56 Uhr

Zum ersten Mal ist der Burghof in diesem Sommer Schauplatz der Flensburger Hofkultur. Die Initiative hierzu kam von einem künftigen Bewohner: Der Tontechniker Ingo Harsch, der seit Jahren häufig die Konzerte von Folk-Baltica mischt, zieht in den Burghof und dachte sich sofort, hier müsste doch die Hofkultur rein. Den Beschluss fasste dann die Bewohnerversammlung. Am 28. Juli bringen Marina and the Kats mit ihrem Swing den Hof in Bewegung.

In einem Jahr feiert die sommerliche Open-Air-Kulturreihe silbernes Jubiläum. Da werden sich die Veranstalter des Trägervereins und aus dem Kulturbüro sicher etwas Besonderes einfallen lassen. In diesem, dem 24. Jahr, setzen Mareike Hoelker und Thomas Frahm auf die bewährte Musik-Mischung mit Zutaten aus weltläufigen Stilrichtungen.

Neu ist in diesem Jahr außerdem die Zusammenarbeit mit den Flensburger Kurzfilmtagen. So wird es am 17. August in einem noch festzulegenden Hof statt Musik mehrere Kurzfilme geben. Auch wird es später losgehen als sonst üblich – man muss warten, bis es dunkel wird. Das Team der Kurzfilmtage ist inhaltlich für die Auswahl der Filme zuständig.

Los geht’s wie immer mit einem Doppelpack im Hof des Schifffahrtsmuseums. Aus Brasilien und Belgien kommen die Musiker der Band „Anavantu“, die am Freitag, 20. Juli, für einen rasanten Auftakt des Festivals sorgen sollen. Die Musikrichtung Forro aus dem Nordosten Brasiliens verbindet afro-brasilianische Rhythmen mit europäischem Folk und Polka. Die neun Musiker sind dafür bekannt, dass sie mit ihrer Ausgelassenheit und ihrer Feier-Laune jedes Publikum umgehend infizieren.

Deutlich erdverbundenes geht es am Abend darauf im selben Hof weiter. Mit der Osnabrücker Blues Company gastiert dann ein Stück deutscher Blues-Geschichte in Flensburg. Über 40 Jahre hat Toscho Todorovic die Band durch 4000 Auftritte in 14 Ländern gelotst.

Stark nachgefragt dürfte durch die Nähe zu Dänemark das Konzert mit dem neuen dänischen Rock-Superstar Jacob Dinesen am 27. Juli sein. Allerdings ist im Hof von Flensborghus auch Platz für bis zu 1000 Menschen.

Mit reichlich Vorschusslorbeeren kommt die aus Neuseeland stammende und in Berlin lebende Sängerin Teresa Bergman am 1. August in den Alten Güterbahnhof. Lokalmatador ist in diesem Jahr Frank Rühmann alias Kramer mit seinen feinen selbst geschriebenen Songs – am 3. August im Roten Hof. Auch hier bleibt die Bühne über Nacht stehen: Tags drauf kommt Lüül in die Rote Straße. Das sind ungefähr ein Viertel der „17 Hippies“, und sie klingen gleichzeitig nach New Orleans und Alpenglühen.

Was genau das Kulturbüro für die 25. Ausgabe plant, wird noch nicht verraten.

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