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Flensburger Tageblatt

21. August 2017 | 20:07 Uhr

Praktikum als Ticket zur Ausbildung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Lehre zum Kfz-Mechatroniker: Azubi Levin Kabke lernte die Fahrzeugbau-Gesellschaft beim „IHK-Jobwatching“ kennen

Dass Levin Kabke in diesem Monat seine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker bei der Flensburger Fahrzeugbau-Gesellschaft (FFG) beginnen konnte, hätte sich der 16-Jährige vor zwei Jahren nicht träumen lassen. Wie auch? Die FFG als Ausbildungsbetrieb war dem damals 14-Jährigen gar nicht bekannt. Erst durch die Aktion „Jobwatching“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) wurde der Hauptschulabsolvent, der mittlerweile den Realschulabschluss nachgeholt hat, auf einen der wichtigsten Industrie-Arbeitgeber Flensburgs (500 Beschäftigte) aufmerksam und ging mit seinen Eltern vor zwei Jahren zu dem Aktionstag: „Ich konnte dort mit Auszubildenden sprechen und mir ein erstes Bild machen.“


Beim Praktikum richtig mit anpacken


Vergangenes Jahr folgte ein Praktikum als Kfz-Mechatroniker bei einem der größten Ausbildungsbetriebe in Flensburg: 45 Azubis zählt die FFG in gewerblichen und kaufmännischen Berufen. Levin durfte beim Praktikum richtig anpacken, in der Instandsetzung helfen, Panzer-Motoren auszubauen und war hochmotiviert. Ein Praktikum hier kann schnell die Eintrittskarte zur Ausbildung sein: „In einer Woche merkt man schon, ob jemand Lust darauf hat, ob er er zuverlässig und pünktlich ist“, sagt sein Ausbildungsmeister Knuth Behrens. Das handwerkliche Geschick indes komme meist erst später.

Ob die FFG angesichts zunehmender Klagen über fehlende Ausbildungsreife Schwierigkeiten habe, gute junge Leute als Azubis zu gewinnen? Personalleiter Michael Jahn kann das nicht bestätigen: „Überwiegend haben wir keine Probleme“, sagt er. Ob dies daran liege, dass andere große Ausbildungsbetriebe früherer Jahre weggebrochen sind oder daran, dass die FFG zunehmend an Größe gewinnt, vermag Jahn nicht zu sagen: „Im Moment können wir uns jedenfalls nicht beklagen.“ Als die neue Ausbildungswerkstatt an der Flensburger Werftstraße im Frühjahr 2009 startete, zählte die FFG 34 Auszubildende unter 400 Mitarbeitern. Heute sind es 45 Azubis bei 500 Mitarbeitern – eine Quote von neun Prozent.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 15:16 Uhr

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