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Im Jugendzentrum : Polizisten und Kinder schrauben gemeinsam

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es geht um die Sicherheit von jungen Leuten auf zwei Rädern: In Fruerlund arbeiten Jugendzentrum, Polizeistation, Schule und Selbsthilfe-Bauverein im Projekt Fahrradwerkstatt zusammen.

Schon zum zweiten Mal dieses Jahr fährt Calle Wölk (8) zur Fahrradwerkstatt Fruerlund/Mürwik im Jugendzentrum Fruerlund, um sein Fahrrad reparieren zu lassen. „Als ich letztens im Dunkeln meine Fahrradlampe anschalten wollte, funktionierte sie nicht. Deshalb bin ich heute wieder mit meinem Opa zur Fahrradwerkstatt gekommen.“

Das Projekt beruht auf der Zusammenarbeit vom Jugendzentrum Fruerlund, der Polizeistation Mürwik/Fruerlund, der Grundschule Fruerlund und dem Selbsthilfe-Bauverein Flensburg (SBV). Schon seit zwölf Jahren wird die Aktion zweimal jährlich für jedermann organisiert – ein Mal zu Beginn der dunklen Jahreszeit und ein anderes Mal zum Sommeranfang, kurz bevor die Fahrradprüfungen der Viertklässler anstehen.

„Wir haben dieses Projekt ins Leben gerufen, um Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen nicht die Möglichkeit haben, sich um die Sicherheit ihrer Fahrräder zu kümmern, zu helfen. Uns Polizisten macht die Fahrradwerkstatt Spaß. Es ist freiwillig und außerdem bekommen die Kinder durch die Arbeit einen anderen Bezug zur Polizei“, erklärt Polizeihauptmann Uwe Kolczak. Im Schnitt schafft es die Stammcrew, bestehend aus Uwe Kolczak, Pressesprecher Matthias Glamann, Bernhard Stitz und Karl Godbersen, 30 bis 60 Fahrräder an einem Nachmittag verkehrssicher zu machen. Auch die Kinder sind von der Werkstatt begeistert und dürfen bei kleineren Reparaturen mit Hand anlegen. Wenn aber der Andrang zu groß wird, dann ergreifen die Ordnungshüter wieder die Initiative, denn „keiner soll am Ende mit seinem Fahrrad stehen bleiben“. Vor allem Reparaturen an Reflektoren, Klingeln, Licht- und Bremseinrichtungen gehören zur Arbeit der Helfer. Die Ersatzteile und das spezielle Werkzeug werden von der Helmut-Schumann-Stiftung des SBV finanziert.

Viele Interessierte kamen einfach zum Zugucken und freuten sich über die Aktion der Polizisten. Unter den Besuchern war auch Frank Raguse, der Quartiersmanager Fruerlund. Er erzählt, dass die Fahrradwerkstatt eine tolle Sache sei, mit der die Kinder die Möglichkeit haben, sicherer am Verkehr teilzunehmen.

Der Fruerlunder Grundschüler Luca Hass (6) konnte dieses Mal wieder nur zuschauen. „Doch wenn ich die Fahrradprüfung bestanden habe und ich mit dem Rad zur Schule fahre, werde ich bestimmt auch zur Werkstatt kommen.“

 

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erstellt am 26.Sep.2013 | 19:28 Uhr

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