zur Navigation springen

Handewitt : Polizeistation wird Teil der „Amtsstube“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gemeindeverwaltung in Handewitt wird für 125 000 Euro umgebaut.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2017 | 18:32 Uhr

Handewitt | Die Handewitter Gemeindeverwaltung wurde 1976 eingeweiht und in mehreren Schritten erweitert. Nun steht ein weiterer Umbau bevor, der die ehemalige Polizeistation in den Alltag der „Amtsstube“ einbeziehen soll. Es wird mit Kosten in Höhe von rund 125  000 Euro gerechnet – für eine Maßnahme, die lediglich als Übergangslösung angedacht ist. Hintergrund: Es gibt Überlegungen, die Dauerbaustelle „neues Ortszentrum“ um einen neuen Verwaltungssitz zu bereichern. „Der ist aber erst in fünf oder sieben Jahren ein Thema – und nicht heute“, meinte der Hauptausschuss-Vorsitzende Marx Plagemann in der jüngsten Sitzung seines Gremiums.

Der Schuh scheint enorm zu drücken, wie Thomas Rasmussen darstellte. „In den letzten 24 Monaten haben wir uns permanent mit Bordmitteln beholfen“, berichtete der Bürgermeister. In mehreren Büros arbeiten zwei statt ein Mitarbeiter, während der Koordinator für Flüchtlingsfragen in einem ehemaligen Besprechungsraum residiert. Und demnächst möchte die Kommune mit einem Techniker einen weiteren Mitarbeiter einstellen.

Die Polizeistation hatte vor knapp drei Jahren ihren Standort an den Wiesharder Markt verlegt. Die alten Räumlichkeiten sollten zunächst von einer Archivgruppe genutzt werden, dann zogen Migranten ein. Im Moment regiert der Leerstand. Die Voraussetzungen für eine bauliche Maßnahme sind offenbar nicht ideal. „Die Räume sind unglücklich geschnitten“, meinte Thomas Rasmussen. Zudem kann der Flur nicht ohne Weiteres in den neuen Trakt verlängert werden, da tragende Wände im Weg stehen. Die günstigere Alternative: Ein alter Nebeneingang soll reaktiviert und ein Windfang verglast werden, um einen Zugang zu den neuen Büros zu schaffen.

Die Mitglieder des Hauptausschusses erkannten einhellig die Notwendigkeit, begeistert waren sie allerdings nicht. „Sauer stoßen mir die Kosten für ein Gebäudeteil auf, was schon vorhanden ist“, meint Joachim Harms-Abildgaard (CDU). Der Preis deckt allerdings nicht nur den eigentlichen Umbau ab, sondern auch Möbel, IT-Technik und Ingenieursleistungen. Thomas Rasmussen erklärte: „Wir tun auch etwas für die Bausubstanz und damit für einen möglichen Verkauf des Gebäudes irgendwann in der Zukunft.“

André Hense (SPD) vermisste das Gesamtkonzept für die Perspektiven der Gemeindeverwaltung. „Das muss jetzt möglichst zeitnah kommen“, wünschte er sich. Helga Knack (Grüne) forderte: „Es sollte ein zukünftiger Raumbedarf ermittelt werden, ohne das Reizwort „neues Rathaus“ zu benutzen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen