zur Navigation springen

Mädchen in Flensburg : Polizeihund war Star beim „Girl’s day“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Junge Mädchen lernen die Bundespolizei kennen / Schüler zeigen großes Interesse an der Krankenhausarbeit

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 08:29 Uhr

Diensthund „Falk“ kann kraftvoll zubeißen. So kraftvoll, dass jeder flüchtende Straftäter schnell aufgibt. Diensthundeführer Gernot Boennen von der Bundespolizei führte die Einsatzfähigkeit seines „Falk“ gestern jungen Besucherinnen im Alter von 14 bis 15 Jahren vor. Sie nutzten in diesem Jahr beim „Girl’s Day“ die Gelegenheit, die Arbeit der Bundespolizei kennen zu lernen – „Falks“ Fähigkeiten allerdings nur unter dicker Schutzkleidung.

Den Mädchen wurden zunächst die Aufgaben der Bundespolizei erläutert. Danach hatten sie die Möglichkeit, ihre eigenen Fingerabdrücke an einer Untertasse abzunehmen und zu sichern.

Die tägliche Arbeit der Bundespolizei mit erkennungsdienstlicher Behandlung eines jungen Afghanen und eine Fahndungsabfrage bei der Leitstelle waren ebenfalls Bestandteil des Programms.

Helm, Pistole, Handschelle, Schutzweste sowie Körperschutzausstattung – die persönliche Schutzausstattung eines jeden Polizeibeamten wurde den Mädchen vorgeführt. „Da der Frauenanteil bei der Flensburger Bundespolizei nur zehn Prozent beträgt, freuen wir uns über mehr weiblichen Nachwuchs“, sagte Hanspeter Schwartz, Pressesprecher der Flensburger Dienststelle. Zwei Polizistinnen stellten sich den Fragen der Mädchen.

Pflege fest in Männerhand? Beim „Boy’s Day“ in der Diako konnte man fast den Eindruck gewinnen: „Wir haben hier 17 Jungs zu Gast, die Einblicke in die Pflege gewinnen möchten“, bestätigte Ralph Häcker von der Pflegedirektion des Diakonissenkrankenhauses diesen Eindruck. Die 17 männlichen Schüler aus neun Schulen aus Flensburg, Harrislee, Sterup und Schleswig konnten bei einem Pflegeparcours im Fliednersaal der Diako praktische Tätigkeiten testen, bevor es über mehrere Stationen durchs Krankenhaus ging. So konnten die Schüler die richtigen Schritte der Wiederbelebung eines Menschen mit einer Reanimationspuppe üben.

Die Messung des Blutdrucks, der Herzfrequenz und des Blutzuckers gehörte ebenso zum Parcours wie Einblicke in die psychiatrische Pflege, Hygiene, Physiotherapie und eine Einführung in die Kinästhetik.

Zu den Stationen im Diakonissenkrankenhaus gehörten das Herzkatheterlabor, die Zentrale Notaufnahme, die Innere Intensivstation und das Perinatalzentrum mit der Kinder-Intensivstation. Neben den vielen Einblicken und Eindrücken konnten die Schüler einen Koffer mit Informationen mitnehmen – etwa für ein Praktikum, ein Freiwilliges Soziales Jahr, eine Ausbildung oder ein Pflegestudium.

„Wir wollen die Vielfalt der Pflege zeigen und damit das Interesse wecken für die Pflegeberufe“, sagte Ralph Häcker, der den „Boys‘ Day“ im Diakonissenkrankenhaus organisiert hat – tatkräftig unterstützt von männlichen Auszubildenden und Pflegern. „Wir haben uns ja schon in den vergangenen Jahren am Boys‘ Day beteiligt“, sagte Häcker. Offenbar mit positiven „Nachwirkungen: „Wir finden bei Bewerbungen immer wieder Hinweise auf eine frühere Teilnahme am Boys‘ Day in der Diako.“

Ausdrücklich Männerberufe sollten Schülerinnen kennen lernen in KFZ- und Elektronikbetrieben.Handfest ging es in der Handwerkskammer zu, die Kenntnisse aus dem Metallbau vermittelte. Und auch das Technische Betriebszentrum und das Landestheater vermittelten Einblicke in ihre täglichen Aufgaben. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert