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Trojaner kapert Online-Banking : Polizei warnt aktuell vor Online-Computerbetrug

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Eine Flensburgerin wurde aufgefordert, einen fälschlicherweise überwiesenen Betrag vom Finanzamt zurück zu überweisen.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 13:32 Uhr

Flensburg | Die Kripo Flensburg beschäftigt sich aktuell mit mehreren Fällen von Computerbetrug. Mit Hilfe von Trojanern verschaffen sich Täter Zugang zu den Online-Banking-Systemen ihrer Opfer und veranlassen diese, unter Vortäuschen falscher Tatsachen, Überweisungen zugunsten der Täter auszuführen. Das teilt die Polizei mit.

In einem aktuellen Fall wurde einer 45-jährigen Flensburgerin durch einen Trojaner auf ihrem Computer vorgegaukelt, sie habe fälschlicherweise einen vierstelligen Bargeldbetrag vom Finanzamt überwiesen bekommen. Sie wurde zur Rückbuchung angehalten und erhielt sogar eine TAN-Nummer, mit der sie die Überweisung bestätigte. Die 45-Jährige wurde Opfer von Computer-Betrügern.

Nicht selten fallen Bürger auf solche Fallen herein und überweisen den vermeintlich überzahlten Beitrag zurück. Das Problem: Hat man den Fehler bemerkt, ist es oftmals zu spät, das Geld zurückzuholen. Online-Überweisungen lassen sich nur äußerst zeitnah wieder zurückbuchen. Es handelt sich, wie bei dem Fall in Flensburg, zumeist um Beträge im vierstelligen Bereich. Die Tataufklärung ist nahezu unmöglich, da die Beschuldigten zumeist aus dem Ausland agieren oder das Geld sofort nach der Überweisung bei irgendeiner Filiale abheben und unerkannt entkommen.

Die Polizei rät, keine E-Mails zu öffnen, deren Herkunft oder Inhalt unklar sind. Ist man sich nicht sicher, kann es helfen, den angeblichen Absender oder gleich die Bank telefonisch zu kontaktieren. „Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen eine Fehlbuchung suggeriert wird“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Ebenfalls sollten befallene Rechner nicht weiter online betrieben werden und unbedingt untersucht werden. „Ändern Sie in solchen Fällen auch Ihre Zugangsdaten für andere Accounts, die auf dem befallenen Rechner genutzt wurden.“ Auch TAN- oder PIN-Nummern sollten Bankkunden beim Online-Banking niemals eingeben oder preisgeben, wenn diese über die gewohnten Bankgeschäfte hinaus gefordert wird.

Weitere Informationen auf www.polizei-praevention.de oder www.bsi-fuer-buerger.de.

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