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Flensburg: Kaimauer mit neuer Badestelle : Politik begeistert von neuer Fördepromenade

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Kaisanierung und die neue Fördepromenade zwischen Nordertorkai und Galwik stoßen auf Begeisterung und Zustimmung in der Flensburger Kommunalpolitik.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 14:42 Uhr

Flensburg | „Ich bin begeistert“, sagte spontan CDU-Vertreter Arne Rüstemeier. „Toll, das ist eine große Aufwertung für die ganze Stadt.“ Er hatte gerade im Planungsausschuss die Präsentation des Projekts Fördepromenade und Kaimauersanierung gesehen. Für Begeisterung – auch bei anderen Politikern – sorgten dabei die sichtbaren zehn Prozent des Zehn-Millionen-Projekts, während die unsichtbaren 90 Prozent stumm zur Kenntnis genommen wurden. Aber ohne die aufwendige Sanierung der in Teilen abgängigen Kaimauer am westlichen Hafenufer hinge die schicke Promenade quasi in der Luft.

Von 2014 bis 2016 soll die Kaimauer zwischen Nordertor-Kai und Galwik auf einer Länge von knapp 600 Metern aufwendig saniert und repariert werden. Der heutige Zustand ist je nach Abschnitt unterschiedlich schlecht, entsprechend kommen unterschiedliche Tief- und Wasserbautechniken zur Anwendung. Zum Teil kann auf vorhandene Betonfundamente aufgebaut werden, zum Teil muss über 20 Meter tief gegründet werden. Die Promenade kann an einigen Stellen auf Grund gebaut werden, im nördlichen Teil muss sie auf Pfählen über dem Wasser errichtet werden. Die Promenade selbst besteht aus massiven Stahlbetonplatten, so dass sie mit Fahrzeugen – zum Beispiel für Reinigung, Reparatur und Wartung – befahren werden kann.

Schon am Nordertorkai sollen Passanten durch eine neue Möblierung an der Wasserkante zur neuen Promenade gelenkt werden, die um das Firmengelände von MAN Rheinmetall herumführt. „Die Promenade wird völlig neue Blicke auf die Stadt eröffnen“, sagte Martin Kessler, der Autor des Entwurfs. Da der Weg direkt an zwei große Industriebetriebe grenzt, sei ein Zaun erforderlich, so Kessler. Man denke an rostbraunes Streckmetall, das vom Wasser aus fast transparent wirke. „Das ist ein heikles Ding, da muss man noch im Detail drüber diskutieren“, ergänzte er.

Nach etwa 200 Metern schlägt die Promenade einen Haken. Hier schlägt Kessler einen kleinen aufgeständerten Balkon mit Sitzgelegenheiten vor. Das Geländer sei bislang 1,10 Meter hoch geplant, müsse aber vielleicht auf 1,30 Meter erhöht werden, weil der Weg auch für Radfahrer zugelassen sei. Die Leuchten werden in die Geländer integriert.

Die Promenade endet am ebenfalls zu bauenden Wasserplatz hinter der Flensburger Fahrzeugbau-Gesellschaft, dessen wasserseitiges Ende mit Holz gestaltet werde. Die Fläche wird derzeit noch von der FFG genutzt. Später soll es möglich sein, hier ein Bad in der Förde zu nehmen.

Helmut Pagel, Chef der für das Projekt zuständigen Gesellschaft für Stadterneuerung, äußerte die Hoffnung, dass mit der Fördepromenade „der Break-Even-Point für den Stadtteil“ komme. Gemeint ist ein Zustand, bei dem sich der Stadtteil in seinen Strukturen selbst tragen kann und nicht laufend durch die Stadtverwaltung gestützt werden muss.

„Die Kaimauersanierung müssen wir ohnehin machen“, sagte FDP-Vertreter Maul-Nielsen quasi als Rechtfertigung für die insgesamt große Investition. Edgar Möller sah „eine gute Idee, aus der man aber mehr machen“ könne – zum Beispiel Bootsanleger. Glenn Dierking (SSW) warnte vor Vandalismus. Am Ende wurde das „große Kino“ (Rüstemeier) einstimmig abgesegnet.

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