Stromausfall : Plötzlich war es dunkel: Black-out im Flensburger Osten

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Stromausfall in der Nacht von Montag zu Dienstag: Die Ursache ist noch ungeklärt.

shz.de von
20. Juni 2018, 06:57 Uhr

Flensburg | Auf einen Schlag alles aus. Um 23 Uhr war gestern für 15.000 Flensburger Haushalte der WM-Montag zu Ende. Aus noch ungeklärter Ursache brach in den drei größten Flensburger Stadtteilen Mürwik, Engelsby und Tarup die Stromversorgung zusammen, und für die Entstörungstrupps der Stadtwerke begann eine lange Nachtschicht.

Der Übergang ins Stromlose war für die betroffenen Haushalte höchst unterschiedlich. Einige Zeugen beobachteten nahe der Stadtwerke-Kästen zuckende Lichterscheinungen (eine Anwohnerin: „wie Science Fiction!“), andere Rückmeldungen lassen darauf schließen, dass die folgenden Stromunterbrechungen sehr unterschiedlich verliefen. Bei einigen, berichtet Unternehmenssprecherin Eyleen John, flackerte das Licht noch ein bisschen an und aus, bevor es schlafen ging, bei anderen war der Strom schon nach wenigen Minuten wieder da, bei den meisten aber dürfte es für den Rest der Nacht ziemlich dunkel geworden sein – mit einer leicht gruseligen Note. In den Fenstern dunkler Straßen nur noch tanzende Lichtkegel von Taschenlampen oder Kerzen und dann wieder unvermittelt in einigen wenigen Häusern der ganz normale Strombetrieb bei laufendem Fernseher, manche Straßenzüge komplett ohne Licht, andere – wie die Osttangente – in Festbeleuchtung.

Die Polizei vermeldet, dass sich die Flensburger klaglos ihrem Schicksal ergaben und das Beste aus der Situation machten. Ganze drei Meldungen infolge Stromlosigkeit gingen ein: Zwei Alarmanlagen, die hartnäckig bimmelten, und eine Spielhalle, in der es schlagartig nichts mehr zu daddeln gab, das war – so wie es sich gestern darstellte – alles, was der große Blackout an Reaktionen nach sich zog.

Derweil begann für die technische Abteilung im Haus die Nachtschicht. „Wir haben durchgearbeitet, um so schnell wie möglich alle betroffenen Anschlüsse wieder in Betrieb nehmen zu können“, so John. Gestern um 6 Uhr war der Spuk vorbei und alle Haushalte wieder am Netz – aber die Ursache des plötzlichen Ausfalls noch immer nicht bekannt. „Wir sind dabei, aber es gibt viele Strecken nachzumessen“, so die Stadtwerke-Sprecherin. „Wir gehen davon aus, dass ein Kabelfehler eine Kettenreaktion in Gang gesetzt hat.“ Bei Redaktionsschluss dauerte die Suche der Störtrupps noch an.

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