Planungen für Tarup Südost gehen weiter

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23. November 2009, 05:59 Uhr

Flensburg | Auch die von der WiF beantragte namentliche Abstimmung ändert nichts am Ergebnis: Die Planungen für die Tarup-Umgehung und die neuen, im Südosten der Stadt geplanten Baugebiete gehen weiter. Die Ratsversammlung lehnte den Antrag der WiF, die Planungen aus Kostengründen zu stoppen, mit der Mehrheit von CDU, SPD und SSW ab.

Obwohl die Argumente sattsam bekannt waren, wurden sie in der Ratssitzung noch einmal ausführlich ausgetauscht. Die WiF untermauerte ihren Standpunkt, dass es keinen Bedarf für neue Einfamilienhäuser in dem vorgesehenen Umfang gebe, weil die vorgelegten Bevölkerungsprognosen falsch seien. Sie seien falsch, weil sie zum einen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausklammern und zum anderen eine kurze Phase der Bevölkerungszunahme einfach in die Zukunft hochrechnen würden. Außerdem könnten die Kosten der Erschließung und des Straßenbaus niemals durch Grundstücksverkäufe gedeckt werden.

Der Oberbürgermeister hingegen vertraut den Aussagen der Gutachter und Demographen, die Flensburg als einzigem Oberzentrum des Landes ein stetes Bevölkerungswachstum voraussagen, woraus sich ein derzeit nicht zu deckender Bedarf an neuen Einfamilienhaus-Grundstücken ergibt. Man müsse diese Wachstumschancen nutzen, so Klaus Tscheuschner im Rat.

Mit der WiF stimmten die Vertreter der Grünen und der Linken, die sich auch gegen eine weitere Zersiedelung des Stadtrands und die Zerstörung naturnaher Grünflächen wandten.

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