Planung für den Plack startet von vorn

Neue Fassade an der Fördestraße: So könnte das Gebäude auf dem Platz des heutigen Aldi-Marktes aussehen.
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Neue Fassade an der Fördestraße: So könnte das Gebäude auf dem Platz des heutigen Aldi-Marktes aussehen.

Einkaufszentrum wird größer und erhält neue Zufahrten / Keine Gegenstimme zum Entwurf im Planungsausschuss

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01. Juli 2013, 03:59 Uhr

Flensburg | Das Einkaufszentrum am Twedter Plack erfindet sich neu. Es soll voraussichtlich ab 2014 fast komplett neu gestaltet werden. Die Hauptzufahrt erfolgt dann von der Straße Friedheim aus, und zwar über das bereits leer geräumte Grundstück neben den Reihenhäusern.

Der heutige Aldi-Markt an der Fördestraße wird abgerissen und im Süden - auf der heutigen Parkplatz-Fläche - neu gebaut; statt heute 685 ist er dann 960 Quadratmeter groß. An der Fördestraße entsteht ebenfalls ein Neubau mit Geschäften im Erdgeschoss und Büros in den Obergeschossen. Bisher ist eine dreigeteilte Giebelfassade vorgesehen. Wer Hauptmieter der großen Ladenfläche wird, steht noch nicht fest.

Der Edeka-Markt soll von 1236 auf 1600 Quadratmeter wachsen. Er wird nach Süden hin erweitert. Die Anlieferung für beide Supermärkte erfolgt über gesonderte Zufahrten von Friedheim aus und wird vom Kundenverkehr weitgehend getrennt.

Entschärft werden soll die Zufahrt von der Fördestraße aus. "Hier sind die Radfahrer und Fußgänger schon heute gefährdet", sagte der Verkehrsplaner Christian Bock unlängst im Planungsausschuss. Die Lösung ist einfach: Ein- und Ausfahrt ist nach dem Umbau nur noch für Rechtsabbieger möglich. Dadurch wird sich automatisch das Gros des Verkehrs auf die neue Ausfahrt Friedheim verlagern. Die noch unbebaute Fläche zwischen Friedheim und dem heutigen Einkaufszentrum wird als Parkplatz gestaltet.

Schon vor gut einem Jahr gab es eine Planung für das Zentrum am Plack, die jedoch auf Kritik gestoßen war, wie Chefplaner Peter Schroeders im Ausschuss berichtete. "Die desolate Verkehrslage an der Fördestraße blieb hier unverändert. Wir hatten damals den städtebaulichen Mehrwert der Planung nicht gesehen." Man sei erleichtert, dass man jetzt einen Neuanfang geschafft habe.

Bedenken an der neuen Verkehrserschließung hatte dennoch Glenn Dierking (SSW). Es werde mehr Linksabbieger geben, das könne zu Problemen führen. Axel Kohrt (SPD) stört sich an dem Zuwachs an Verkaufsfläche von insgesamt 1500 Quadratmetern. Eine deutliche Verbesserung zur alten Planung attestierte Martin Keil (CDU) dem neuen Entwurf. Edgar Möller (SSW) zweifelte an der Funktionsfähigkeit der Lkw-Zufahrten. Kritik an der Zahl der Fahrrad-Stellplätze (14) äußerte Stephan Thomsen (Grüne): "Wo zeigt mir dieser Entwurf, dass Flensburg sich zu einer fahrradfreundlichen Stadt entwickeln will? Das darf nicht zu einer Floskel verkommen." Und Kurt Neumann (CDU) fragte nach der Nachnutzung des alten Aldi-Marktes.

Wenn der Entwurf nach seiner Überarbeitung noch in diesem Jahr als Satzung beschlossen wird, könne im Frühjahr 2014 mit dem Bau begonnen werden, sagte Peter Schroeders abschließend.

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