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L96 bei Oeversee : Pickup prallt in VW Caddy: Fahrer über eine Stunde lang eingeklemmt

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Der Caddy-Fahrer übersieht beim Überqueren einer Kreuzung den Pickup mit Anhänger. Dessen Fahrer kann nicht ausweichen.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 15:06 Uhr

Oeversee | Ein schwerer Unfall auf der Landesstraße 96 zwischen Haurup und Oeversee (Kreis Schleswig-Flensburg) hat den Rettungskräften am Mittwochmittag einiges abverlangt: An einer Kreuzung war ein schwerer Pickup in die Seite eines Lieferwagens gefahren. Dessen Fahrer wurde dabei so schwer eingeklemmt, dass die Befreiung erst über eine Stunde nach dem Unfall gelang.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer des VW Amarok mitsamt Anhänger auf der L96 in Richtung Oeversee unterwegs. An einer Kreuzung kam aus Richtung Tarp ein Mann mit einem VW Caddy und wollte die Landesstraße in Richtung Flensburg überqueren. Dabei übersah er augenscheinlich das von links kommende Gespann. Der Fahrer des Amarok konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte in die Fahrerseite des Lieferwagens. Anschließend kam der Geländewagen mitsamt dem Anhänger von der Fahrbahn ab und landete auf der Seite am Rand eines Maisfeldes.

Der Fahrer des VW Caddy wurde eingeklemmt. Seine Befreiung dauert eine Stunde.
Der Fahrer des VW Caddy wurde eingeklemmt. Seine Befreiung dauert eine Stunde. Foto: Sebastian Iwersen
 

Während sich der Fahrer ohne schweres Gerät aus dem Wagen befreien und mit vermutlich leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden konnte, gestaltete sich die Rettung des Caddy-Fahrers weitaus schwieriger. Aufgrund der enormen Deformierung des Fußraumes hatten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Oeversee-Frörup, Tarp und Weding mit schwerem Rettungsgerät eine Stunde lang alle Hände voll zu tun, um den Fahrer aus seiner Lage zu befreien. Da das Fahrzeug von der Unfallstelle weggeschleudert worden war und direkt an einer Leitplanke stand, musste auch diese mit einem Trennschleifer entfernt werden.

Der schwer verletzte Fahrer wurde nach seiner Befreiung mit dem Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 in ein Krankenhaus geflogen.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten mussten die verunfallten Fahrzeuge aufwändig geborgen, und die Straße von ausgelaufenen Betriebsstoffen der Autos gereinigt werden. Die L96 war im Bereich der Unfallstelle mehr als zwei Stunden lang voll gesperrt.

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