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Technisches Betriebszentrum : Pflug und Salz gegen Schnee und Eis

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Flotte von Spezialfahrzeugen und 108 Mitarbeiter erwarteten gestern Abend den ersten Schnee.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 19:02 Uhr

Flensburg | Die Prognosen zum Thema Eis und Schnee ließen Ralf Leese vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) eher kalt. Allerdings: Der Versuch, dem Winterdienst-Profi eine Prognose zu entlocken, klappte gestern dann doch noch. Für den späten Nachmittag und den frühen Abend – so quakten die Wetterfrösche – sollte es trocken bleiben, für die Zeit nach Mitternacht sahen sie im Raum Flensburg satten Schneefall mit bis zu zehn Zentimetern Höhe voraus. Der erste Gang vor die Tür heute morgen wird zeigen, wie nahe an der Wirklichkeit diese Prognose lag.

Personell und maschinentechnisch sieht Leese die Dienststelle an der Schleswiger Straße gut vorbereitet. Sieben schwere Lastwagen in strahlendem Orange stehen für Schneeräumung und Salzeinsatz bereit. Das neueste Fahrzeug, ein 250 PS starker 15-Tonner mit Räumschild und Salzstreuer, ist gerade erst einen guten Monat alt.

Zur Flotte gehören weiter 15 kleine Traktoren und zehn Transporter für die Mannschaften, die per Hand Schnee und Eis beseitigen von öffentlichen Gehwegen und Straßenübergängen.

Beim Thema Personal: 59 Mitarbeiter sind seit November im Bereitschaftsdienst. Wenn der Winter richtig Ernst macht, wird die Mannschaft auf 108 Mitarbeiter aufgestockt, die in zwei Schichten bereitstehen. Und um Schnee und Eis die rutschige Wirkung zu nehmen, hat das TBZ auf dem Betriebshof an der Schleswiger Straße über 1400 Tonnen Salz und 200 Tonnen Sand deponiert. Verbrauchen die Kolonnen in Handarbeit beim Einsatz gegen Glätte mehr, als sie geladen haben, können sie unterwegs nachfassen: Vor dem Winter wurden an kritischen Stellen des Straßennetzes die grauen Kunststoffkästen mit den orangefarbenen Deckeln aufgestellt und mit Streusand gefüllt.

Und wer setzt Material und Mannschaften in Marsch? Vier Winterdienstleiter organisieren die Einsätze und beurteilen die Notwendigkeit, indem sie sich – wenn Flensburg noch tief und fest schläft – auf dem gut 300 Kilometer langen Straßennetz umschauen und den Zustand beurteilen. Der erste Einsatz gilt allen Straßen, auf denen Busse unterwegs sind, sowie den Fahrbahnen an den Flensburger Steigungen. Es ist das Ziel der TBZ-Mannschaft, dass die Straßen schwarz sind, wenn sich die Schüler auf den Wg zur Schule machen. Liegt dann nicht schon wieder Schnee auf den wichtigsten Verbindungen, sind die weniger befahrenen Straßen dran.

Allerdings kommen nur die öffentlichen Straßen und Wege unter Pflug und Besen. Ralf Leese stellt klar: Bürgersteige bis hin zu Bushaltestellen sind Sache der Anlieger.

Noch eine Prognose in diesen kalten Tagen: „Die Straßenreinigungsgebühr bleibt trotz der steigenden Personal- und Sachkosten auch für 2016 unverändert“, prophezeite TBZ-Geschäftsführer Heiko Ewen schon im November. Grund war der milde Winter 2014/2015, der habe unter anderem dazu beigetragen hat, „dass wir die Gebühr konstant halten können“.

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