Dänische Segelvereinigung Traeskibs Sammenslutning : Pfingsttreffen: Flensburg in Rot-Weiß

Bei herrlichem Wetter lockten die dänischen Traditionsfahrzeuge Tausende an die Schiffbrücke. Am Sonntagnachmittag  machten sich die Segler auf die Heimreise.
Bei herrlichem Wetter lockten die dänischen Traditionsfahrzeuge Tausende an die Schiffbrücke. Am Sonntagnachmittag machten sich die Segler auf die Heimreise.

Traumhafte Kulisse für den Besuch der dänischen Traditionssegler-Vereinigung: 450 Segler und Tausende Bummler tummeln sich am Bohlwerk.

shz.de von
10. Juni 2014, 08:00 Uhr

Mehr als 450 Traditionssegler aus ganz Dänemark trafen über Pfingsten auf einige 1000 entspannte Hafenbesucher aus der ganzen Region – und das unter einem perfekten sommerlichen Himmel. Flensburg war in diesem Jahr Gastgeber für das alljährliche Pfingsttreffen der dänischen Gaffelszene – eine Veranstaltung, die für die dänischen Segler ähnlich bedeutsam ist, wie für die norddeutschen die Rum Regatta.

Frank Petry, Geschäftsführer des Historischen Hafens Flensburg und „Kollege“ Martin Schulz vom Museumshafen Flensburg durften mit Zufriedenheit zur Kenntnis nehmen, dass Flensburg kräftig Werbung in eigener Sache machte. Die auf fast 80 Traditionsschiffen angereisten Gäste fanden am Ende der dänischen Südsee perfekte Verhältnisse vor – allerdings am Ende einer teilweise unter rauen Bedingungen erfolgten Anreise. Stürmischer Wind hatte vor allen den aus Norden übers Kattegat anreisenden Seglern die Reise schwer gemacht. Nach Angaben von Martin Schulz musste ein Segler einen Nothafen anlaufen – und blieb auch dort. Die entspannten Pfingsttage mit kaltem Carlsberg unterm Sonnensegel hatten sich die Besucher redlich verdient. Die weiteste Anreise hatten zwei Teilnehmer, die über 300 Meilen vom Limfjord aus zurückgelegt hatten.

„. . .und vielen Dank auch für das tolle Wetter!“ zeigte sich dann auch Merete Ettrup, stellvertretende Vorsitzende des dänischen Traeskibs Sammenslutning (TS), sehr angetan. Ettrup freute sich, dass die dänischen Traditionsschiffer mit vier Jahren Vorlauf das Pfingsttreffen erstmals überhaupt in einem deutschen Hafen veranstalteten. „Das hat schon ein bisschen Überzeugungsarbeit gekostet.“ Die Vorstandsfrau aus Holbæk war nicht die einzige, die diese Reise der Dänen nach Süden so bemerkenswert fand. Günter Wulf, altgedienter Fahrensmann des Flensburger Museumshafens, erinnerte sich an die frühen 80er-Jahre. Da sei es teilweise noch recht reserviert zugegangen. 30 Jahre und viele gemeinsame Veranstaltungen später aber war davon nichts mehr zu spüren.

Für viele Schiffe war der Trip nach Flensburg offensichtlich der erste überhaupt – wie die vielen brandneuen schwarz-rot-goldenen Gästeflagge zeigten. Und die Flensburger Gastgeber hoffen, dass der Abstecher auf die Flensburger Förde bei dem einen oder anderen Segler Appetit auf die Rum Regatta oder aber die Kongelig Classics geweckt hat. Gerade die KC 1855 – eine dänisch-deutsche Segel-Tournee zwischen Apenrade, Sonderburg und Flensburg – leidet unter dem noch zögerlichen Zuspruch dänischer Boote. Das Potenzial ist zweifellos vorhanden. Merete Ettrup zählt 420 Traditionsschiffe unter der TS-Flagge, von denen in Flensburg eine kleine Auswahl in teilweise traumhaftem Zustand zu sehen war. Die weite Anreise habe übrigens keine Auswirkung auf die Größe des Teilnehmerfeldes gehabt. „80 Schiffe ist für das Pfingsttreffen ganz normal.“

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