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Flensburger Tageblatt

20. September 2017 | 20:18 Uhr

Perlen, Blues und Wortwitz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Heute beginnt der Vorverkauf für die Konzerte der 21. Flensburger Hofkultur – es gibt Neuerungen und Traditionelles

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 12:02 Uhr

Bei der 21. Ausgabe der Flensburger Hofkultur geht es einfach nicht anders: „Irgendwann kommt man an einen Punkt, da muss man etwas wiederholen“, sagt Thomas Frahm, ihr Erfinder. Denn eigentlich gilt das Prinzip, dass jedes Konzert eine Premiere ist. Doch die eine oder andere Band war lange nicht mehr da, ist einfach zu gut, um sie nicht zwei Mal zu hören und bringt mindestens ein neues Album mit. All das gilt beispielsweise für Friend ’n Fellow (7. August) sowie Hafennacht und das Marea-Streichquartett (18. Juli) oder „Uschi und ihre Jungs“, wie Mareike Hölker vom Kulturbüro die „maritim angehauchten alten Bekannten“ nennt. Aus Worten klingt heraus, welche Konzerte ihre Perlen sind. Die wortwitzigen Texte des Duos „Hand in Hand“ (29. Juli) etwa richten sich an alle, „die Kinder haben und wissen, was für einem Wahnsinn man sich aussetzt, wenn man gleichzeitig berufstätig ist“, sagt Hölker. Beate Wein und Annett Lipske aus Berlin haben zudem mit Schlagzeug und Tasten das Genre „Firlefunk“ erfunden.

Als Idol bezeichnet die Kulturwissenschaftlerin Mareike Hölker die Sängerin Torun Eriksen aus Norwegen. Sie tritt am 2. August in Begleitung einer anderen Ausnahmemusikerin auf, nämlich mit Susan Weinert. Thomas Frahm lobt diese als eine der führenden Jazz-Gitarristinnen.

Das erste Stehkonzert „hab’ ich verbrochen“, gesteht Mareike Hölker. Der Hintergrund sei, dass Kühlhaus und Volksbad eine Sommerpause einlegten. Die Klientel aber soll musikalisch nicht verdursten und darf sich deshalb auf den „Spaceman Spiff“ (8. August) zum zielgruppengerechten Preis freuen. Die Texte des Songwriters Hannes Wittmer, der im Käte-Lassen-Hof spielt, seien beeindruckend. Eine Bühne für den Blues – fast eine Premiere, findet Thomas Frahm – bietet die Hofkultur am 14. August im Hof des Schifffahrtsmuseums – für Zwingenberger, Schroeter, Breitfelder und Abi Wallenstein.

Neuerungen gibt es auch logistischer und technischer Art: Die Abendkasse wird entzerrt und öffnet erst ab 20 Uhr, also eine halbe Stunde vor Beginn der meisten Konzerte. Und, so kündigt Frahm an: „Man kann jetzt auch übers Smartphone Tickets kaufen“ dank zweier kostenloser Apps. Nur zu Hause ausdrucken müsse man die Karten. Respekt hat er vor einer „echten Herausforderung“. Die zählt 135 Musiker und neun Dozenten und heißt „Harald Haugaard’s fiddle School“. Alle sollen sie auf eine Bühne passen. Da bedürfe es schon der Dimensionen des Flensborghus-Hofs, der das „Konzert der Superlative“ am 31. Juli beherbergt.

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