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Förderegion evangelische Kirche : Pastoren beraten über Zuständigkeiten

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Glücksburg: Die Aufteilung der pastoralen Bereiche in der Förderegion ist in der Diskussion.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 12:15 Uhr

In der Zusammenarbeit sind die evangelischen Kirchengemeinden der Förderegion geübt. Doch beim Zuschnitt der Betreuungsbereiche in Glücksburg, Munkbrarup und Grundhof hat es immer schon Probleme gegeben, wie einer der zuständigen Pastoren sagt. Während der Versammlung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Glücksburg eröffnete Pastor Norbert Siemen, dass derzeit über einen veränderten Zuschnitt dieser sogenannten pastoralen Aufteilung nachgedacht werde. Den Anstoß habe Munkbrarup gegeben. Am Freitag treffen sich die Pastoren deswegen.

Die Überlegungen eines neuen Zuschnitts bestätigte Pastor Arne Gerundt aus Grundhof. Genaues wisse er aber selbst noch nicht. Seit längerem besteht die Befürchtung, die zur Kirchengemeinde Munkbrarup gehörenden Weeser könnten sich immer stärker zu Glücksburg hin orientieren, da Pastor Norbert Siemen seit 1996 für die Gläubigen in Wees zuständig ist.

Bei einem neuen Zuschnitt wäre vermutlich nicht nur Wees betroffen, sondern möglicherweise auch Dollerup, das der Kirchengemeinde Grundhof angehört, aber von der Munkbraruper Pastorin Susanne Ulrichsen betreut wird. Ulrichsen war bis Redaktionsschluss nicht persönlich zu erreichen.

Pastor Siemen informierte während der Gemeindeversammlung über den Haushalt 2014. Die Einnahmen und Ausgaben sind mit 925 000 Euro angesetzt. Davon sind allein 521 000 Euro für den Kindergarten vorgesehen, 161 000 Euro für den Friedhof. Während andere Kindergärten im Ort 20 Prozent der Kosten trügen, seien es bei der Einrichtung der Kirchengemeinde 30 Prozent, lobte Bürgervorsteherin Dagmar Jonas später in ihrem Grußwort. 80 200 Euro Kirchensteuer werden zugewiesen. Am Ende wird ein Defizit von 7200 Euro bleiben, das mit Rücklagen ausgeglichen werden könnte, bilanzierte Pastor Siemen weiter. Würde der Freundeskreis nicht jährlich 6500 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit dazugeben, sähe es schlimmer aus. „Zehn Jahre halten wir es noch so aus,“ sagte Siemen. Dann müsse man sehen.

Für 26 000 Euro erhielt die Kirche im vergangenen Jahr neue Außenfugen, einen geschliffenen Holz- und ausgebesserten Steinfußboden, wie auch einige Energiesparlampen, Teil-Dämmung und frische Wandfarbe. Manon Häupl vom Kirchengemeinderat: „Es ist alles schön hell geworden.“

Bürgervorsteherin Dagmar Jonas lobte die Vernetzung der Kirchengemeinde. Die Kirchen gehörten zum gesellschaftlichen Leben, wie die Politik.

Bevor der Neujahrsempfang in der Glücksburger Auferstehungskirche begann, ehrte Pastor Siemen Hannelore Winkler für zehn Jahre Raumpflege. Dem Lektor Dieter Thiele dankte er für 34 Jahre Lesedienst.

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