Flensburg : Partnerstädte bei den Rainbow Days dabei

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Zu den Rainbow Days im Mai 2019 sollen gezielt Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle/Transgender und Intersexuelle Menschen aus den Flensburger Partnerstädten Słupsk und Carlisle eingeladen werden.
Zu den Rainbow Days im Mai 2019 sollen gezielt Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle/Transgender und Intersexuelle Menschen aus den Flensburger Partnerstädten Słupsk und Carlisle eingeladen werden.

Der Hauptausschuss hat beschlossen: In einem Austauschprogramm mit den Flensburger Partnerstädten sollen nächstes Jahr auch LGBTI-Personen eingeladen werden.

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14. November 2018, 10:46 Uhr

Flensburg | Schon seit Jahren findet ein Jugendaustausch mit den Flensburger Partnerstädten Słupsk in Polen und Carlisle in England statt. Am Dienstagnachmittag hat der Hauptausschuss beschlossen, dass im Rahmen der im Mai 2019 stattfindenden Rainbow Days, auch Vertreter der LGBTI-Organisation aus eben diesen Partnerstädten eingeladen werden sollen. Die LGBTI-Organisation (Lesbian, Gay, Bisexual, Transexuell/Transgender, Intersexual) unterstützt Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle/Transgender und Intersexuelle Menschen dabei, dass sie überall auf der Welt respektiert und anerkannt werden und setzen sich für ihre Rechte ein.

Einladen statt einmischen

Laut Antrag der Fraktionen von Grünen und Linken wäre die Situation von LGBTI-Personen in vielen Ländern problematisch. Neben fehlender rechtlicher Gleichstellung würde es an gesellschaftlicher Anerkennung und Respekt mangeln. In Ländern wie Polen liege deshalb die Hoffnung auf Besserung in der Europäischen Union und Nachbarländern wie Deutschland. Mit dem Austausch könne sich die Stadt für die Rechte von LGBTI-Personen in den Partnerstädten einsetzen, ohne sich in die innenpolitischen Fragen des Landes einzumischen. Vor allem in Polen sind Schwule und Lesben in der Gesellschaft noch wenig anerkannt.

Clemens Schmidt von den Grünen sagte in seinem Plädoyer: „Es ist wichtig, dass Flensburg als eine bunte und vielseitige Stadt wahrgenommen wird und so auch ein Vorbild für andere Städte sein kann.“ Entsprechende Organisationen aus den Partnerstätten hätten bereits Interesse signalisiert.

Die Gäste sollen neben Veranstaltungen im Rahmen der Rainbow Days auch die Oberbürgermeisterin und den Stadtpräsidenten treffen. Simone Lange sagte dazu im Ausschuss: „Städtepartnerschaften sind ja nicht nur dafür da, dass sich die Verwaltung trifft. Sie sind viel weitergedacht.“ Frank Hamann von de Linken ergänzte: „Gesellschaftlicher Austausch ist wichtig! Die Jungs und Mädels dort brauchen unbedingt Unterstützung. Dieser Austausch wäre eine super Chance und das für'n Appel und 'n Ei!“

Beim Thema Finanzierung kam ein Hauch von Gegenwind auf. Bürgermeister Henning Brüggemann sagte: „Es geht um etwa 700 Euro. Die werden lediglich für die Unterbringung der Gäste gebraucht.“
Dieses Geld könne aus regulären Haushaltsmitteln getragen werden, so wie beim bereits stattfindenden Jugendaustausch auch. Die Anreisekosten müssten die Partnerstädte selbst zahlen.  


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