Glücksburg : Parkanlage oder Wohnhaus am Schinderdam?

Ein Vorschlag sieht vor, in der Waldstraße ein dreigeschossiges Haus (Montage, M.) zu errichten.
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Ein Vorschlag sieht vor, in der Waldstraße ein dreigeschossiges Haus (Montage, M.) zu errichten.

Für das Waldstraßen-Grundstück in Glücksburg liegen zwei Vorschläge vor. Der Bauausschuss billigt Entwurf für Restaurant am Schwennaustrand.

shz.de von
31. März 2017, 11:30 Uhr

Glücksburg | Weil es mitten in Glücksburgs Ortskern liegt, ist das Grundstück an der Waldstraße 3 von großem öffentlichen Interesse. Es gehört der Stadt, die es als Erbpacht-Baugrundstück für Einnahmen nutzen möchte. Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stellten zwei Bewerber ihre Pläne vor.

Der eine Bewerber ist der Betreiber des benachbarten Edeka-Marktes Wolfgang Matthiessen. Er hat kein weiteres wirtschaftliches Interesse an dem Gelände und schlägt vor, hinter zusätzlichen Parkplätzen einen öffentlichen Platz mit Sitzbänken vor einer anthrazitfarbenen Betonwand einzurichten. Bäume und eine Bühne für mögliche Veranstaltungen sind ebenfalls vorgesehen. „Ich möchte mich während des laufenden Verfahrens nicht weiter äußern. Die Stadt macht jetzt ihre Arbeit und prüft die Angebote“, sagte Matthiessen.

Die zweite Idee stammt von dem Bausachverständigen Robert Grams aus Süderbrarup. Er möchte ein dreigeschossiges Haus auf der zulässigen Fläche von knapp 300 Quadratmetern errichten. Eine eigene Wohnung, zwei Ferienwohnungen sowie eine Kochakademie möchte er darin unterbringen.
Bereits im Vorfeld hatten verschiedene Bürgerinitiativen ihre Abneigung gegen eine weitere Bebauung am Schinderdam zum Ausdruck gebracht. Die Stadt hatte gegen eine Befragung der Bürger gestimmt.

Bauausschuss-Vorsitzender Svend Colmorn bat um ein Stimmungsbild. Für den Matthiessen-Plan gingen ein paar Arme in die Luft, für den anderen kein einziger. Es wird weiter beraten.

Fortgeschrittener sind die Planungen für Schwennaustrand. Das Gebiet des ehemaligen Campingplatzes hat der Investor von Schwennauhof gepachtet. Er möchte den Bereich, der öffentlich zugänglich bleibt, für Synergieeffekte mit seiner nahegelegenen Ferienhausanlage nutzen. Passend zu den schwarzen Kuben soll ein Restaurant mit großer Terrasse, ein Bootshaus und eine Schwimmbrücke entstehen. Der Bauausschuss billigte den Entwurf.

Grünes Licht gab es auch für weitere Details an der neuen Bootshalle, die die Hanseatische Yachtschule in Sandwig plant. Die alte Halle wird derzeit abgerissen. Die neue soll eine Terrasse erhalten. Eine vereinsinterne gastronomische Nutzung soll möglich sein.

Weiter voran kam man auch mit dem Vertragsentwurf zwischen der Stadt und dem Eigentümer des Reiterhofes Clausen. Martin Clausen ist dabei, seinen Hof in Bauland umzuwandeln. Die Vertragsunterzeichnung steht bevor.


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