Musik in Flensburg : Parforceritt um die Welt beim Neujahrskonzert

6500 Euro fürs Kinder- und Jugendtheater von der Theaterbürgerstiftung: Peter Grisebach, Silvia Menke, Max Stark (v.l.n.r.).
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6500 Euro fürs Kinder- und Jugendtheater von der Theaterbürgerstiftung: Peter Grisebach, Silvia Menke, Max Stark (v.l.n.r.).

Theaterbürgerstiftung unterstützt das Kinder- und Jugendtheater mit einer Spende

shz.de von
03. Januar 2015, 12:44 Uhr

Florian Erdl, seit dieser Spielzeit 1. Kapellmeister am Landestheater, steht Generalmusikdirektor Peter Sommerer bei Neuproduktionen und Repertoirepflege zur Seite. Erdl, der aus München stammt, sammelte erste Dirigier-Erfahrungen in Kiel, Innsbruck und Graz.

Beim Neujahrskonzert hatte man in Flensburg Gelegenheit, diesen temperamentvollen Künstler am Pult der Landessinfoniker mit einem bunten Programmmix rund um die Zeitzonen der Erde erstmals zu erleben. Erdl, der den Abend mit dezentem Witz moderierte, ging diese musikalische Weltreise schwung- und machtvoll an, heizte seinen Musikern bereits bei der einleitenden Rosenkavaliersuite (Richard Strauss) mächtig ein und ließ auch im weiteren Verlauf des unterhaltsamen Abends keinen Zweifel an seiner Vorliebe für knallige Effekte und jagende Rasanz.

Nicht alles bei diesem Parforceritt durch die unterschiedlichsten Stilrichtungen mochte dabei zur Gänze gelingen, manches geriet denn doch etwas zu pauschal und flüchtig. Aber das „Künstlerleben“ von Johann Strauss atmete durchaus Eleganz und Charme, Aram Khatchaturians „Masquerade-Suite“ imponierte mit satten Klangfarben, Erich W. Korngolds reizende Petitesse „Much ado about nothing“ entzückte mit schnurriger Virilität, und bei Paul Abrahams Potpourri aus „Die Blume von Hawaii“ entpuppten sich die zunehmend lockerer aufspielenden Sinfoniker als munter swingendes Showorchester.

Zwischendurch konnte Generalintendant Peter Grisebach aus den Händen von Max Stark einen Symbol-Scheck in Höhe von 6500 Euro der Theaterbürgerstiftung entgegennehmen, der die Arbeit des erfolgreichen „Musikalischen Kinder- und Jugendtheater“ unterstützen wird.

Zum umjubelten Beschluss entfachten Florian Erdl und seine Musiker ein brasilianisches Feuerwerk mit Zequinha de Abreus berühmtem „Tico-Tico“, das mit seiner ansteckenden Rhythmik und der Variationsvielfalt des eingängigen Ohrwurmthemas zum Garant für gute Laune im Auditorium wurde. Und dann noch der unverwüstliche „Radetzky-Marsch“ als Dreingabe – das Haus tobte vor Begeisterung!

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