Konzert : Ovationen für kleine Italienerin

Entspannung nach dem Auftritt: Kicca im Orpheus.
Entspannung nach dem Auftritt: Kicca im Orpheus.

Sängerin Kicca begeistert mit Retro-Sound und großer Stimme im Orpheus-Theater

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10. März 2014, 12:56 Uhr

Sie ist nicht zu fassen. Kicca lässt sich in keine Schublade stecken. Mal röhrt sie wie Amy Winehouse, mal gurrt und schnurrt sie wie Marylin Monroe, bewegt sich irgendwo zwischen Billie Holiday und Adele. Die in Paris lebende Italienerin gastierte mit überwiegend englischsprachigen Songs zwei Abende in Flensburg – und sie füllte mit ihrer Band Intrigo das Orpheus-Theater bis auf den letzten Platz.

Die zierliche, charismatische Sängerin besticht durch eine ungeheure Bühnenpräsenz, sie hat Sex-Appeal und flirtet mit dem Publikum, das sie immer wieder von den Stühlen reißt. Das Material ihres Repertoires schöpft sie aus allen Stilrichtungen – von Jazz und Soul über Pop bis zur Salonmusik der 50er Jahre. Pianist und Ehemann Oscar Marchioni hat mit ihr zusammen die Kompositionen kongenial erarbeitet, doch auch Cover-Versionen wie You Really Got Me von den Kinks oder (als Zugabe und musikalischer Höhepunkt) Let The Sunshine aus dem Musical Hair, auf dem Kicca die ganze Bandbreite ihrer Stimme auslotet, gibt das Quartett ein ganz eigenständiges Gesicht. Die Tracks sind überwiegend den Alben „Senso Contrario“ (2011) und der aktuellen CD „Choose A Color“ entnommen, die zum Abschluss des Konzerts über den Tresen gingen. Stehenden Ovationen für einen Abend, der lange nachklingen wird!

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