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Hafen Flensburg : Ostufer: SPD drückt aufs Gaspedal

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ratsfraktion stellt 20 Eckpunkte für künftige Entwicklung vor / Investments nicht blockieren, wenn sie sich einfügen

Sieben Anlieger des Hafen-Ostufers haben konkrete Pläne für ein Investment. Die SPD-Ratsfraktion hat sich dafür ausgesprochen, die Umsetzung dieser Ideen auch vor Verabschiedung einer vollständigen Planung für das Ostufer zuzulassen – sofern sie sich voraussichtlich einfügen werden. Als Beispiel nannte Fraktionschef Helmut Trost gestern die Pläne von Bauplan-Nord-Chef Torsten Koch für den Stadtspeicher am Harniskai (wir berichteten). Auch der Betreiber des Parkplatzes Kieler Anlagen (Neusortierung der Parkflächen), der Besitzer des abgängigen Bürogebäudes neben dem Werftkontor (Hotel), die DRG HaGe (Hotel, Wohnen) und der Flensburger Yachtservice (ehemaliges Gebäude Lampen Hinrichsen) hätten konkrete Absichten, so Axel Kohrt, Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses. Alle Ideen werden Ende September in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.

Die SPD möchte jetzt schon „Leitplanken“ für die Entwicklung am Ostufer zwischen Hafenspitze und Harniskaispitze definieren – als erste Ratsfraktion, so Trost. Es sei Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. In großen Teilen hat die SPD bei ihren 20 Eckpunkten (siehe separater Artikel unten) die Ergebnisse mehrerer Workshops aus dem Jahr 2016 verarbeitet, darüber hinaus jedoch eigene Ideen und Vorstellungen eingebracht.

Für die Zukunft der Hafenwirtschaft, deren Umschlag am Ostufer seit Jahren rückläufig ist, haben sich die Sozialdemokraten eine „salomonische Formulierung“ (Trost) einfallen lassen. Dem Güterumschlag soll die Fläche an der sanierten Kaikante vorbehalten sein. Geht jedoch der Umschlag weiter zurück, könne er auf die Westseite des Hafens zu den Stadtwerken verlagert werden; dort sei allerdings kein Lagerplatz für Massengüter wie Kalk oder Zellstoff. Zudem seien die Gespräche mit Apenrade über eine Mitnutzung des dortigen, besser von See zu erreichenden Hafens fortzusetzen. Erhalten werden soll auf jeden Fall der alte gelbe Kampnagel-Kran am Harniskai.

Grundsätzlich stellt sich die SPD am Hafen-Ostufer eine Mischung aus Arbeiten, Kultur, Freizeit und Wohnen vor. Dabei sei der maritime Charakter zu erhalten und zu stärken, unter anderem, indem die denkmalgeschützten Speicher erhalten werden. In jedem Einzelfall sei zu entscheiden, ob Flächen verkauft oder nur verpachtet werden. Hier dürfe es keine Dogmen geben, so Trost. Für die großen HaGe-Speicher wünscht sich die SPD einen Wettbewerb, der auch die Frage „Abbruch oder Umnutzung“ klären soll.

Nicht überraschend ist der Vorschlag einer durchgehenden Uferpromenade von der Hafenspitze bis nach Sonwik, die es in Teilen schon gibt. Auch die Klappbrücke von der Harniskaispitze über den Industriehafen gehört unter Punkt 19 zu den Vorschlägen – als Vision. Der „Cluster Robbe & Berking“, der in diesen Tagen um das Bistro „Hafenjunge Pedro“ im alten Gebäude der Waage erweitert wird, sei weiter zu entwickeln.

Doch die SPD richtet den Blick auch zum Fördehang. Im Harnishof sieht sie „Optimierungsbedarf“; einige der dortigen Betriebe würden sich gern verlagern, wenn man Alternativen anböte. Auf diese Weise könne dort Platz für Wohnungsbau geschaffen werden, so Kohrt. Die Eckpunkte: siehe Bericht unten

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erstellt am 10.Aug.2017 | 06:13 Uhr

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