Glücksburg : Ostseemann: Drei Strecken, 330 Verkehrszeichen

Für jede Kreuzung hat  Karl-Heinz Niedrich einen Plan gemacht – eine Notwendigkeit für diejenigen, die die Schilder aufstellen.
Für jede Kreuzung hat Karl-Heinz Niedrich einen Plan gemacht – eine Notwendigkeit für diejenigen, die die Schilder aufstellen.

Der Kopf hinter dem Ostseeman-Triathlon in Glücksburg: Karl-Heinz Niedrich hat ein Jahr lang die Distanzen für Radfahrer, Läufer und Schwimmer geplant.

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30. Juli 2014, 17:39 Uhr

Glücksburg | Das erste Augustwochenende gehört in Glücksburg den Triathleten. 1500 Ausdauerfreaks und Profis haben sich für den Ostseeman am Sonntag, 3. August, angemeldet. Neu ist nicht nur die Radstrecke, zum ersten Mal wird es Vollsperrungen für den Fahrzeugverkehr geben. Es ist ab Mittwoch eine Hotline für Verkehrsteilnehmer geschaltet und der Schuttleservice wird mit zwei Bussen zwischen Glücksburg und Flensburg pendeln.

Maßgeblichen Anteil am Verkehrskonzept hat Karl-Heinz Niedrich. Der Mann aus Wees gehört von Anbeginn an dem Organisationsteam um Begründer und Wettkampfleiter Reinhard Husen an. Was er im Jahr 2002 für 95 Teilnehmer organisierte plant der frühere KFZ-Mechaniker seit Jahren schon für die maximale Teilnehmerzahl von 1500 Sportlern. „Dass es mal so groß werden wird, hätten wir damals nicht gedacht“, sagt Niedrich bescheiden.

Wenn die Sportler am Sonntag um 7 Uhr in die Förde starten, hat Niedrich seine Arbeit so gut wie getan. Seit einem Jahr plant er mit Husen und anderen Mitstreitern die veränderte Radstrecke. „Wir wollten das schon lange, wussten aber auch, wie viel Arbeit das Ausarbeiten einer neuen Strecke macht, und haben deshalb immer gezögert“, sagt Niedrich. Der tödliche Unfall im vergangenen Jahr habe dann den letzten Anstoß gegeben, auch wenn er nicht im Streckenverlauf begründet gewesen sei.

Bei der Planung der Rad- und Laufstrecke kommen Niedrich die Ortskenntnisse und die Erfahrung als früherer Triathlet entgegen. Bereits im Herbst vergangenen Jahres ersann er grob den neuen Verlauf der Radstrecke. Dann nahm er bestimmt hundertmal Maß. Mit dem Auto und GPS-Unterstützung, später mit dem Fahrrad fuhren er und andere des Orga-Teams mögliche Varianten ab und ermittelten am Ende die aktuelle Version über Langballig. Geografische und verkehrstechnische Gegebenheiten berücksichtigte Niedrich, er sprach mit Anwohnern und Gemeinden, und setzte sich mit Verkehrsbehörde, Polizei, Feuerwehren und Rettungsschwimmern zusammen. Die Sicherheit aller Beteiligten hat oberste Priorität und so gibt es zwar noch drei Kreuzungspunkte mit dem Straßenverkehr aber keinen Mischverkehr mehr, wie Niedrich sagt: „Weniger ging nicht.“

Mit der Gemeinde Langballig war schnell eine Gemeinde gefunden, die den Wettkampf unterstützt. Die Strecke verläuft dort durch ein Wohnviertel. Als Dank erleben die Anwohner am Sonntag nicht nur einen moderierten Triathlon, sondern sie können auf der Wiese Schulstraße/Osterlücke Verpflegung und Kinderanimation genießen.

Die wichtigsten Sperrungen sind die der Zufahrtsstraßen zum Veranstaltungsgelände in Sandwig und die auf der Nordstraße in Richtung Flensburg zwischen Langballig und Abfahrt Ringsberg. Der Verkehr aus Richtung Gelting/Kappeln kommend wird über Grundhof und Husby nach Flensburg geleitet. Karl-Heinz Niedrich lässt mit insgesamt 230 Verkehrszeichen und rund 100 Zusatzschildern auf Sperrungen und anderes Wichtiges hinweisen. Der Mann aus Wees wird am Sonntag nicht etwa Däumchen drehen. Niedrich unterstützt Husen und sieht zu, dass der Verkehr nach Plan läuft.

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