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Feuerwehreinsätze in SH : Orkantief „Dirk“: Bäume sägen statt Weihnachtskaffee

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Stürmischer Auftakt des Weihnachtsfestes im Norden: Orkantief „Dirk“ zog am Heiligabend mit seinen Ausläufern über Schleswig-Holstein hinweg.

shz.de von
erstellt am 24.Dez.2013 | 11:34 Uhr

Wanderup/Flensburg | Sturm statt Schnee: Über Norddeutschland sind an Heiligabend heftige Böen hinweggefegt. Am Leuchtturm Kiel wurden Windgeschwindigkeiten von 101 Stundenkilometern gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag in Hamburg sagte - der Spitzenwert in Schleswig-Holstein.

Auf Sylt wurden 94 Stundenkilometer erreicht, in Flensburg 83 und in Hamburg-Fuhlsbüttel 76. „Das ist aber nichts Außergewöhnliches, das ist alles nicht so wild“, betonte der Sprecher. Der Wind flaute am Dienstagnachmittag ab: „Dann haben wir normal windiges norddeutsches Wetter.“ 

Schon in der Nacht zum Heiligabend verzeichneten die Leitstellen erste Sturmschäden. Im Norden von Schleswig-Holstein waren es überwiegend umgestürzte Bäume, die von den Feuerwehren beseitigt wurden. Zudem wurden Sicherungsmaßnahmen an Dächern und Gebäuden von den freiwilligen Einsatzkräften durchgeführt.

Auch die Mitglieder der Feuerwehr Wanderup mussten am Morgen den Weihnachtskaffee unterbrechen. Mehrere Tannen waren auf der Landesstraße 15 zwischen den Ortschaften Wanderup und Tarp in Schieflage geraten und blockierten die Fahrbahn.

In Flensburg musste die Berufsfeuerfeuerwehr umgestürzte Bauschilder von einem Pkw befreien. Auf dem Nordermarkt fällten die Einsatzkräfte eine Tanne, die durch den Sturm auf Bereiche des Weihnachtsmarkt zu fallen drohte. Kräfte der Stadtverwaltung hatten den Platz weiträumig gesperrt.

Das Wetter war an Heiligabend zwar stürmisch, aber mild. In Hamburg kletterte die Temperatur auf 13 Grad. Auch vor einem Jahr war es in der Hansestadt vergleichsweise warm, damals wurden acht Grad erreicht.

In Lauenburg wurden am Dienstag ebenfalls 13 Grad gemessen, im nördlichen Schleswig-Holstein - etwa an der dänischen Grenze - lag die Temperatur bei zehn Grad. An den beiden Weihnachtsfeiertagen soll es etwas kühler werden, sagte der DWD-Sprecher an Heiligabend: „Jetzt ist der wärmste Punkt überschritten.“

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