zur Navigation springen

Spende für den Weißen Ring Flensburg : Opferhilfe vom Kaffeefahrt-Kommissar

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit zehn Jahren warnt Bernhard Stitz vor betrügerischen Verkaufsfahrt-Veranstaltern - und sammelt Geld für die Opferhilfe. Die vorigen zehn Vorträge brachten dem Weißen Ring mehr als 3000 Euro ein. Gezählt wurde in Flensburg-Mürwik.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 15:53 Uhr

Oberkommissar Bernhard Stitz informiert seit Jahren in seinen Vorträgen über die „Kaffeefahrt-Mafia“. Dabei warnt er vor den üblen Tricks der Kaffeefahrt-Betrüger, die versuchen angeblich krebsheilende Medikamente, Anti-Aging-Produkte oder Kochutensilien zu überteuerten Preisen zu verkaufen. Die Popularität, die der Flensburger Polizist in seinem ehrenamtlichen Einsatz errungen hat, setzt er regelmäßig auch für einen guten Zweck ein.

Stitz selbst war schon oft inkognito mit versteckter Kamera auf solchen Fahrten dabei, um die Betrüger auf frischer Tat zu ertappen. Seit dem Jahr 2000 setzt er auf den Einsatz der Medien, um vor den Machenschaften der Verkaufsfahrt-Veranstalter zu warnen. Dabei war er unter anderem bei Fernsehmoderator Markus Lanz zu Gast. Seit vier Jahren sammelt der Polizist bei seinen Vorträgen Spenden für den gemeinnützigen Verein „Weißer Ring“, der sich für die Unterstützung von Kriminalitätsopfern einsetzt. „Die Vorträge werden gratis veranstaltet. Im Gegenzug wird eine Spende gerne gesehen“, sagt Stitz. Zudem verlost und versteigert Stitz dabei gemeinsam mit seiner „Glücksfee“ Karin Peters verschiedenste Gegenstände „vom Brautkleid bis zum Plastik-Tannenbaum“. Die Erlöse gehen ebenfalls an den „Weißen Ring“.

Gestern wurden in der Polizeistation Mürwik/Fruerlund die Spenden der letzten zehn Vorträge gezählt. Stolze 3065,64 Euro konnte Stitz danach dem Leiter des „Weißen Rings“ Flensburgs, Karl-Heinz Ritzmann, überreichen. Mit dem Erlös können Opfer finanziell unterstützt werden. „Dieses Jahr kümmerten wir uns um 100 Kriminalitätsopfer, davon benötigten 50 finanzielle Hilfe“, sagt Ritzmann. Diese Unterstützung greift, wenn etwa Hinterbliebene von Tötungsopfern sich nicht allein um die Beerdigung kümmern können oder psychologische Hilfe brauchen. „Dieses Jahr“, so Ritzmann, „gab es einige brutale Fälle, bei denen Hinterbliebene und Zeugen unsere Hilfe in Anspruch nahmen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen