Grundhof : „Opernball“ in Grundhof

Irritierende Auftritte: „Putzfrau“ Hakima Seidel und „Hausmeister“ Kabir Bäter hielten sich für die wahren Künstler.
Irritierende Auftritte: „Putzfrau“ Hakima Seidel und „Hausmeister“ Kabir Bäter hielten sich für die wahren Künstler.

Der Gesangverein von 1857 feiert fulminant den Abschluss seines 160-Jahr-Jubiläums.

shz.de von
01. Januar 2018, 13:00 Uhr

Es war ein glanzvoller Schlusspunkt für das 160-Jahr-Jubiläum beim Grundhofer Gesangverein von 1857: das traditionelle Sängerfest stand in diesem Jahr erstmals unter dem Motto „Opernball“.

Mit Anleihe an den berühmten Wiener Bruder gab es eine Presseloge, aus der Claudia Litzki und Thorsten Sprenger das Geschehen „für die Zuschauer“ kommentierten. Als Außenreportage in den Saal von Grundhof-Krug übertragen wurde die Ankunft hochkarätiger Gäste, darunter Peter-Dietrich Jürgensen, Vorsitzender des Gesangvereins, mit Gemahlin Marlen und ein bekannter Dolleruper Baulöwe (Hans-Peter Tramsen) samt „blondem Luder“ (dargestellt von Ehefrau Elke). Auf dem roten Teppich wurden die Promis interviewt, bevor sie unter Beifall in den Saal einzogen.

Dort begann das Konzert. Zum Programm gehörten bekannte Chorsätze und Arien aus italienischen, französischen und deutschen Opern und Operetten. Die gastgebenden Männer begannen mit dem Matrosenchor aus Richard Wagners „Der fliegende Holländer“, gefolgt vom Jägerchor aus Carl Maria von Webers „Der Freischütz“. Zum Programm gehörten Chorwerke aus den Mozart-Opern „Die Zauberflöte“ und „Cosi fan tutte“ (Fidelio, Ludwig van Beethoven) und – natürlich – der Gefangenenchor aus „Nabucco“, gefolgt vom Trinklied aus „La Traviata“, beide von Giuseppe Verdi. Nach Auszügen aus der Operette „Im weißen Rössl“ von Ralph Benatzky dann der umjubelte Schlusspunkt: „Im Feuersturm der Reben“ aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß.

Gegenpol zur Darbietung des Männerchores war der Auftritt der Sopranistin Anne-Sophie Balg. Ihr Einstieg erfolgte mit der Ariette des Ännchens „Kommt ein schlanker Bursch gegangen“ aus dem Freischütz und setzte sich mit Werken aus „Cosi fan tutte“ sowie „Gianni Schicci“ und „La Bohème“ von Giacomo Puccini fort. Als letzten Beitrag sang sie „Je veux vivre“ aus der Oper „Romeo und Julia“ von Charles Gounod. Für einige „Irritationen“ sorgten zwischendurch Auftritte der Putzfrau (Hakima Seidel) und des Hausmeisters (Kabir Bäter), die beide von einer künstlerischen Karriere träumten und Kostproben ihrer „Kunst“ zum besten gaben.

Am Ende gab es viel Lob und Beifall. Peter-Dietrich Jürgensen hob sämtliche Mitwirkende noch einmal hervor: Neben Chorleiter Ronald Balg, insbesondere auch die einfühlsame Pianistin Marina Mitrovski, und Andreas Russ, der das Drehbuch geschrieben hatte. Dann wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt.



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