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Offener Streit über Videoüberwachung in Zügen

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erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Brauchen wir eine flächendeckende Überwachung der Nahverkehrszüge in Schleswig-Holstein durch Videokameras? Und können dadurch Gewalt und Vandalismus minimiert werden? Über diese Fragen ist gestern im Landtag ein Streit entbrannt. Die Piratenfraktion forderte die Landesregierung auf, ihre Pläne zu stoppen, nach denen bei allen Ausschreibungen für die Netze im Norden, Videoüberwachung zur Bedingung gemacht werden soll. Ab 2014 könnten dann Züge zwischen Westerland und Hamburg überwacht werden.

Die FDP stellte sich an die Seite der Piraten. Der SPD-Abgeordnete Kai Vogel forderte, die Überwachung generell zuzulassen - wie das aussehen könnte, darüber soll nun der Wirtschaftsausschuss beraten. "Mögliche Täter lassen sich durch Kenntnis von Videoüberwachung von Straftaten abhalten", sagte der CDU-Abgeordnete Axel Bernstein.

Deutlich wurde aber auch, dass Gewalt in Zügen kaum eine Rolle spielt: Nur vier von 3800 Gewalttaten in Schleswig-Holstein erfolgten im Jahr 2011 in Zügen.

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