Glücksburg : Offene Ganztagsschule kommt doch

Bürgermeisterin Kristina Franke (l.) ernannte Frank Makolla zum Wehrführer, rechts Bürgervorsteherin Christina Kieback
Bürgermeisterin Kristina Franke (l.) ernannte Frank Makolla zum Wehrführer, rechts Bürgervorsteherin Christina Kieback

Stadtvertretung votiert gegen die Entscheidung des Bildungsausschusses. In den Haushalt werden 15 000 Euro zusätzlich eingestellt.

shz.de von
17. Juli 2018, 12:00 Uhr

Glücksburg | Es war ein Thema, das sich im Vorfeld hochgeschaukelt hatte. Als nun die Entscheidung über die „Offene Ganztagsschule“ (OGS) in der Sitzung der Stadtvertretung Glücksburg anstand, glätteten sich jedoch schnell die Wogen. Bürgervorsteherin Christina Kieback sprach von teilweise nicht konstruktiver Kommunikation im Vorfeld. Die Stadtvertretung hatte sich im April für die Einführung der OGS ausgesprochen. Der neue Bildungsausschuss sah zu Monatsbeginn Unklarheiten und stimmte mit knapper Mehrheit dagegen (wir berichteten). Es folgten ein offener Brief des Schulelternbeirates und eine gemeinsame Erklärung der Fraktionen von Grünen, SSW und SPD.

SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Nielsen-Bolte bemängelte, dass auch nach dem Einarbeiten von Anmerkungen des Kultusministeriums in das OGS-Konzept Besorgnisse geblieben seien. „Aber trotz Bedenken wollen wir es wagen, die OGS auf den Weg zu bringen.“ Auch Gyde Diederich (Grüne) sah noch offene Fragen. Gleichwohl stimmten 21 Stadtvertreter für die Einführung der OGS, vier enthielten sich. Im Rahmen eines Nachtrages sollen zusätzlich 15 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Nachdem zuvor eine Änderung des Flächennutzungsplans wegen der Wohnbaufläche „Konsulkoppel“ bei einer Enthaltung verabschiedet worden war, gab es anschließend beim dazugehörenden Bebauungsplan eine kontroverse Diskussion. In den „Städtebaulichen Vertrag“ sollte aufgrund eines von Werner Kiwitt begründeten Antrags der Grünen eine Regelung aufgenommen werden mit dem Ziel, CO2-Neutralität durch Anschluss an das Fernwärmenetz sicherzustellen. „Das Gebiet liegt jetzt ganz am Ende, das ist der falsche Moment“, kritisierte Burkhard Repening (FDP). Mit 18 Ja- bei sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung verabschiedet, wird die Satzung nun öffentlich ausgelegt.

Zu Beginn der Sitzung hatten die Stadtvertreter der Wiederwahl ihres Kollegen Frank Makolla als Wehrführer der Ortswehr Bockholm zugestimmt. Anschließend wurde er von seiner Kameradin und Bürgermeisterin Kristina Franke ernannt und vereidigt. Am Ende folgte der Beschluss, ab August in der evangelischen Kindertagesstätte eine hausinterne Vertretungskraft mit 30 Stunden pro Woche zu beschäftigen. Angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels steht beim Kita-Werk des Kirchenkreises kein „Springer“ mehr zur Verfügung. Die in diesem Jahr anfallenden Kosten von 15 700 Euro sollen ebenfalls über einen Nachtrag bereitgestellt werden.

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