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Grundhof : Öl im Teich – die Suche geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Ursache der Gewässerverunreinigung in Unewatt bleibt unklar.

Der Vorfall fiel zuerst durch seinen Gestank auf. Mitte September schwamm eine hellbraune, schaumige Masse auf dem Buttermühlenteich im Landschaftsmuseum Unewatt. Dabei handelte es sich, wie schnell feststand, um Heiz- oder Dieselöl. Mit großer Wahrscheinlichkeit kam es aus dem Grundhofer Ortsteil Bönstrup (wir berichteten). Wie Malte Busch, Mitarbeiter des Fachdienstes Wasserwirtschaft, Bodenschutz und Abfall in der Schleswiger Kreisverwaltung, auf Nachfrage mitteilte, konnte das Gebiet, aus dem die Gewässerverunreinigung herrührt, klar eingegrenzt werden, die genaue Ursache stehe aber noch nicht beweiskräftig fest.

Der Buttermühlenteich wird gespeist aus dem Wasser eines weitläufigen, zumeist verrohrten, teilweise aber auch offenen Netzes an Vorflutern. Dem Teich vorgeschaltet ist ein in diesem Jahr neu gebauter Sandfang unmittelbar an der Nordstraße in Höhe Unewatt. Gemeindewehrführer Jürgen Hinrichsen ging sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls das Graben- und Rohrleitungssystem gegen die Fließrichtung des Wassers ab und kontrollierte jeden Schacht. Nur einer wies kleine Öl-Rückstände auf: ein Hinweis auf die mögliche Quelle der Verschmutzung, das Bönstruper Unterdorf.

Hier liegen drei Grundstücke. Auf einem befindet sich ein Öltank in der Erde. Nach Aussage von Busch wurde er geprüft und für in Ordnung befunden. Dennoch: Auf dem Grundstück sei eine Bodenverunreinigung durch Öl festgestellt worden. Die muss der Eigentümer beseitigen und abfließendes Niederschlagswasser kontrolliert ableiten. Ob aber eine Verbindung zwischen der Boden- und der Wasserverunreinigung bestehe, ist bisher ungeklärt.

Um näheren Aufschluss zu gewinnen, habe man versucht, die Rohrleitung zwischen den beiden Kontrollschächten zu filmen. Doch das Vorhaben musste ergebnislos abgebrochen werden. Eingewachsenes Wurzelwerk versperrte den Weg. Jetzt soll in Absprache mit dem zuständigen Wasser- und Bodenverband Langballigau zunächst das Hindernis beseitigt werden. Danach gehen die Ermittlungen weiter.

Die vom Gefahrgutlöschzug des Kreisfeuerwehrverbandes am Buttermühlenteich und am Sandfang ausgebrachten Ölsperren bleiben nun bis auf Weiteres liegen. Noch sind geringe Ölrückstände feststellbar. Die kilometerlangen betroffenen Rohrleitungen zu spülen ist nach Angaben von Malte Busch zu zu aufwändig und ein Abflämmen der mit Öl verunreinigten Böschungen in den offenen Grabenabschnitten könnte sogar kontraproduktiv sein. Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage seien die letzten Öl-Reste bald verschwunden. Der Fachmann ist sich sicher. „Die Selbstreinigungskräfte der Natur werden das regeln.“




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