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Ärger an der Flensburger Förde : Ochseninsel: Der Pächter gibt auf – Zukunft ungewiss

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Rüdiger Fleck will die Insel nach eigenen Angaben verlassen. Der Streit mit der Naturschutzbehörde geht dennoch weiter.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2016 | 11:13 Uhr

Flensburg | Rüdiger Fleck, der letzte verbliebene von einst vier Pächtern der Großen Ochseninsel vor Süderhaff, wird die Insel im Kielwasser des Rechtsstreits mit der Naturbehörde verlassen. Das hat er gegenüber der deutsch-dänischen Tageszeitung Flensborg Avis bestätigt. Fleck ist demnach dabei, seine Sachen zu packen und den Weg für eine neue Lösung für die Gastronomie auf der Ochseninsel freizumachen, so seine Worte. Er wisse von Investoren aus Lübeck und Hamburg, die an einer Pacht Interesse haben.

Die Ochseninseln waren immer ein beliebtes Ausflugsziel. Doch seitdem der Fährbetrieb eingestellt wurde, ist das Schicksal der Insel ungewiss.

Wenn Fleck auch die Insel verlässt, läuft der Rechtsstreit weiter. Fleck hatte die Kündigung der auf 2029 datierten Pacht angefochten und fordert Schadensersatz. Über eine Millionen Euro seien in die Gebäude investiert worden. Die Naturbehörde wiederum hat die Unterhaltung der Trakte und den Betrieb einschließlich Fährfahrt beanstandet.

Inge Gillesberg, Leiterin der Naturbehörde Sønderjylland, ist nicht über den Schritt von Fleck informiert worden. Wenn er aber die Insel tatsächlich verlässt und man in der Sache weiterkommen kann, würde man es sehr begrüßen, so die Försterin.

In welcher Form die Ochseninsel künftig betrieben werden soll, werde man erst festlegen, wenn der Rechtsstreit beendet ist. Eine Grundlage für einen Schadensersatz sehe sie nicht, so Gillesberg. Wegen nicht eingehaltenem Pachtvertrag könne die Naturbehörde ihrerseits Schadensersatz einfordern, so ihre Einschätzung.

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